Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (23. – 29. Mai 2018)

Der Hof eines Kindergartens in einer der Gemeinden im westlichen Negev nach dem Absturz einer Mörsergranate (Twitter-Account des militärischen Arms der Hamas, 29. Mai 2018)

Der Hof eines Kindergartens in einer der Gemeinden im westlichen Negev nach dem Absturz einer Mörsergranate (Twitter-Account des militärischen Arms der Hamas, 29. Mai 2018)

Die Reste einer Mörsergranate, die aus dem Gazastreifen abgefeuert wurde (Facebook-Seite von Shehab, 28. Mai 2018)

Die Reste einer Mörsergranate, die aus dem Gazastreifen abgefeuert wurde (Facebook-Seite von Shehab, 28. Mai 2018)

Palästinensische Jugendliche sabotieren den Sicherheitszaun in der Gegend von Khaza'a östlich von Khan Junis (Twitter-Account von PALINFO, 26. Mai 2018) Die Hamas schickt regelmäßig Jugendliche in die Gegend, um den Zaun zu sabotieren

Palästinensische Jugendliche sabotieren den Sicherheitszaun in der Gegend von Khaza'a östlich von Khan Junis (Twitter-Account von PALINFO, 26. Mai 2018) Die Hamas schickt regelmäßig Jugendliche in die Gegend, um den Zaun zu sabotieren

Muhammad Mas'ud Ahmad al-Ratschia, Aktivist des militärischen Arms der Hamas (Twitter-Account des militärischen Arms der Hamas, 28. Mai 2018)

Muhammad Mas'ud Ahmad al-Ratschia, Aktivist des militärischen Arms der Hamas (Twitter-Account des militärischen Arms der Hamas, 28. Mai 2018)

Der Brand in Nahal Oz nach dem Absturz des Drachens (Twitter-Account von PALINFO, 28. Mai 2018)

Der Brand in Nahal Oz nach dem Absturz des Drachens (Twitter-Account von PALINFO, 28. Mai 2018)

Die drei Aktivisten des militärischen Arms der PIJ, die getötet wurden, v.l.n.r.: Abd al-Halim al-Nakha, Hussein Samir al-Amor und Nassim Marwan al-Amor (Website des militärische Arms der PIJ, 27. Mai 2018)

Die drei Aktivisten des militärischen Arms der PIJ, die getötet wurden, v.l.n.r.: Abd al-Halim al-Nakha, Hussein Samir al-Amor und Nassim Marwan al-Amor (Website des militärische Arms der PIJ, 27. Mai 2018)

Ahmad Bahar (links) und Yahya al-Sinwar (rechts) beim Besuch im Lager der

Ahmad Bahar (links) und Yahya al-Sinwar (rechts) beim Besuch im Lager der "Prozession der großen Rückkehr" östlich von Rafah (Facebook-Seite des Palästinensischen Legislativrates im Gazastreifen, 25. Mai 2018)

Ismail Haniyya erreicht das Lager der

Ismail Haniyya erreicht das Lager der "Prozession der großen Rückkehr" im Osten von Gaza-Stadt (Facebook-Seite "Palästina Live"; Twitter-Account von PALINFO, 25. Mai 2018)

Das Freiheitsschiff verlässt den Hafen von Gaza-Stadt (Twitter-Account des türkischen TV-Kanals TRT in Arabisch, 29. Mai 2018)

Das Freiheitsschiff verlässt den Hafen von Gaza-Stadt (Twitter-Account des türkischen TV-Kanals TRT in Arabisch, 29. Mai 2018)

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  • Im Gazastreifen findet ein Eskalationsprozess statt, der erste seiner Art seit der Operation “Fels in der Brandung” (2014). Dieser begann vor etwa zwei Monaten mit dem Beginn der Veranstaltungen im Rahmen der “Prozession der großen Rückkehr”. Dabei handelte es sich um Massenunruhen in der Nähe des Grenzzauns, um versuchte Masseninfiltration in israelisches Territorium und um die absichtliche Steigerung der Gewalt und der Terrorakte (Schüsse, Sprengstoffanschläge entlang des Sicherheitszauns, Infiltration von Terroristen in israelisches Territorium, das Fliegen von Brand- und Sprengladungsdrachen usw.).
  • Am Morgen des 29. Mai 2018 begann eine neue Phase (parallel zur Fortsetzung des vorherigen Ereignismusters), als mindestens 27 Mörsergranaten auf verschiedene Orte in den Nachbargemeinden rund um den Gazastreifen abgefeuert wurden. Dies ist der umfangreichste Beschuss seit der Operation “Fels in der Brandung” und der erste seit Beginn der “Prozession der großen Rückkehr”. Die meisten Mörsergranaten wurden vom Raketenabwehrsystem “Iron Dome” abgefangen. Die Mörsergranaten wurden zu der Zeit abgefeuert, in der Schüler zu den Schulen gebracht werden. Eine Mörsergranate stürzte sogar im Hof eines Kindergartens ab. Es ist anzunehmen, dass der Beschuss von der Organisation Islamischer Dschihad in Palästina (PIJ) nach der Tötung von drei Aktivisten des militärischen Arms bei einem Angriff der IDF auf einen Aussichtspunkt der Organisation am 27. Mai 2018 durchgeführt wurde. Als Reaktion darauf griffen Flugkörper der IDF mehr als dreißig Ziele im gesamten Gazastreifen an (IDF-Sprecher, 29. Mai 2018). Am Nachmittag des 29. Mai 2018 wurde während des Angriffs der IDF im Gazastreifen eine Raketensalve in Richtung Aschkelon und der westlichen Ballungszentren im Negev abgefeuert.
  • In der Zwischenzeit werden die organisierten Propagandaveranstaltungen der Hamas fortgesetzt. Es wird erwartet, dass am kommenden Freitag (1. Juni 2018) eine weitere Prozession stattfinden soll. Dabei geht es um eine Veranstaltung unter dem Motto “von Gaza nach Haifa – ein Blut und ein gemeinsames Schicksal”. Ebenfalls ist am 19. Mai 2018 ein “Freiheitsboot” aus dem Gazastreifen mit Ziel auf Zypern ausgelaufen. Darüber hinaus soll am 2. Juni 2018 die Einreise eines Lieferungskonvois in den Gazastreifen über den Grenzübergang Rafah im Rahmen des Projekts “Miles of Smiles” erfolgen. Der Konvoi bringt humanitäre Hilfe und seine Aktivisten sind Anhänger der Hamas aus verschiedenen Ländern der Welt.
Mörsergranatenbeschuss auf die Siedlungen rund um den Gazastreifen
  • Am 29. Mai 2018 wurden ab 7:00 Uhr morgens mindestens 27 Mörsergranaten auf verschiedene Orte in den Nachbargemeinden rund um den Gazastreifen abgefeuert, darunter in den Regionalräten Eschkol, Scha’ar Hanegev und Sedot Hanegev. Die meisten der Mörsergranaten wurden vom Raketenabwehrsystem “Iron Dome” abgefangen (IDF-Sprecher, 29. Mai 2018). Die Mörsergranaten wurden zu der Zeit abgefeuert, in der Schüler zu den Schulen gebracht werden. Eine Mörsergranate stürzte sogar im Hof eines Kindergartens in einer Siedlung im westlichen Negev ab. Zum Glück befanden sich noch keine Kinder vor Ort. Bei dem Beschuss handelt es sich um das massivste Mörsergranatenfeuer seit der Operation “Fels in der Brandung” (2014). Gleichzeitig wurde über den Beschuss mit leichten Waffen auf eine IDF-Einheit in der Nähe des Grenzzauns berichtet. Eine Person wurde durch Granatssplitter verletzt. Zudem wurden Schäden an Gebäuden verursacht. Am Vorabend ertönte wegen eines Beschusses von Maschinengewehren aus dem Gazastreifen ein Alarmsignal im dortigen Grenzgebiet.
  • Als Reaktion auf den Beschuss griffen Flugkörper der IDF Ziele der Hamas und der Organisation Islamischer Dschihad in Palästina (PIJ) im südlichen und mittleren Gazastreifen an. Nach Angaben des IDF-Sprechers wurden mehr als dreißig Ziele im gesamten Gazastreifen angegriffen. Laut palästinensischen Berichten handelt es sich dabei um einen Marinestützpunkt der Hamas nahe dem Flüchtlingslager Nusserat und einem weiteren Posten in Khan Junis sowie um eine Position des militärischen Arms der PIJ in Dir al-Balah (Shehab Nachrichtenagentur, 29. Mai 2018).
  • Eine weitere Salve wurde am Nachmittag während des Angriffs der IDF im Gazastreifen abgeschossen. Der Beschuss zielte auf Siedlungen rund um den Gazastreifen und die Städte Sderot und Aschkelon ab. Bewohner berichteten von mehreren Raketen, die vom Raketenabwehrsystem “Iron Dome” abgefangen wurden.
 Der Hof eines Kindergartens in einer der Gemeinden im westlichen Negev nach dem Absturz einer Mörsergranate (Twitter-Account des militärischen Arms der Hamas, 29. Mai 2018).    Die Reste einer Mörsergranate, die aus dem Gazastreifen abgefeuert wurde (Facebook-Seite von Shehab, 28. Mai 2018)
Links: Der Hof eines Kindergartens in einer der Gemeinden im westlichen Negev nach dem Absturz einer Mörsergranate (Twitter-Account des militärischen Arms der Hamas, 29. Mai 2018). Rechts: Die Reste einer Mörsergranate, die aus dem Gazastreifen abgefeuert wurde
(Facebook-Seite von Shehab, 28. Mai 2018)
  • Daud Schehab, Sprecher der PIJ, sagte, das der Beschuss eine “willkommene Antwort” des “Widerstands” sei. Er sagte zudem, dass das Blut des palästinensischen Volkes nicht billig sei und dass Israel damit nicht machen kann, wie es ihm gefällt (Facebook-Seite von Daud Schehab, 29. Mai 2018). Die Hamas veröffentlichte eine Erklärung, wonach der “Widerstand” Teil des “natürlichen Rechts” sei, das palästinensische Volk zu verteidigen und auf die “Verbrechen des Tötens Israels” zu reagieren.
Ein IDF-Soldat wurde bei einer Festnahmeaktion in der Nähe von Ramallah getötet
  • In den frühen Morgenstunden des 24. Mai 2018 erreichte eine IDF-Truppe der Duvdewan-Eliteeinheit das Flüchtlingslager al-Amari in der Nähe von Ramallah, um gesuchte Terroristen, die an Angriffen in der jüngsten Vergangenheit beteiligt gewesen waren, festzunehmen. Während der Operation randalierten mehrere Palästinenser und warfen Gegenstände auf die Kämpfer. Einer der Palästinenser warf eine schwere Marmorplatte von der dritten Etage eines Gebäudes, die den Kopf eines IDF-Soldaten traf, der sich unter den Deckkräften befand. Der Soldat wurde schwer verletzt und starb zwei Tage später im Krankenhaus (IDF-Sprecher, 24. Mai 2018).
  • Husam Badran, ein Sprecher im Namen der Hamas und Mitglied des Politbüros der Hamas, sagte als Reaktion auf die Tötung des Soldaten, dass der Vorfall beweist, dass der Geist des “Widerstands” trotz “Sicherheitsrepression” in Judäa und Samaria weit verbreitet sei. Badran appellierte an alle Jugendlichen in Judäa und Samaria, immer gegen die IDF-Einheiten zu kämpfen (Website der Hamas, 27. Mai 2018).
  • Im Zuge der Versuche, die am Werfen der Marmorplatte Beteiligten ausfindig zu machen, die den Tod des IDF-Soldaten verursacht hatte, umzingelten am 28. Mai 2018 israelische Sicherheitskräfte ein Haus im Flüchtlingslager al-Amari, was zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und den israelischen Sicherheitskräften führte. Dabei wurden 13 Palästinenser verletzt und einige wurden festgenommen. Der für den Tod des Soldaten Verantwortliche konnte noch nicht ausfindig gemacht werden (ynet Nachrichtenagentur, 28. Mai 2018).
  • Im Folgenden einige herausragende Ereignisse in Judäa und Samaria:
    • In der Nacht vom 27. zum 28. Mai 2018 explodierte ein improvisierter Sprengsatz nahe einer IDF-Position an der Einfahrt nach Nablus. Der Sprengsatz wurde von israelischen Sicherheitskräften entschärft (IDF-Sprecher, 28. Mai 2018).
    • In den Abendstunden des 27. Mai 2018 hielten israelische Sicherheitskräfte nahe der Kreuzung von Bet Hanun (nordöstlich von Hebron) ein Fahrzeug, das ihren Verdacht erweckte, an. Im Besitz des Fahrers befanden sich mehrere Molotow-Cocktails. Dieser wurde festgenommen, nachdem er zugegeben hatte, dass er einen Angriff auszuführen plante (IDF-Sprecher, 27. Mai 2018).
    • Am 27. Mai 2018 lief eine in schwarz gekleidete Frau auf den Gleisen der Jerusalemer Stadtbahn in der Nähe von Bet Hanina in Richtung Pisgat Zeev. Nachdem sie den Verdacht von Polizeibeamten erweckt hatte und auf die Rufe dieser nicht reagiert hatte, schossen die Beamten zunächst in die Luft und als sie nicht anhielt, schossen sie auf ihre Beine. Während der Leibesvisite wurde nichts gefunden und sie wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht (Sprecher der israelischen Polizei, 27. Mai 2018).
    • Am 25. Mai 2018 hissen während der Gebete des zweiten Freitags des Fastenmonats Ramadan auf dem Tempelberg einige Palästinenser Fahnen der Hamas. Die israelische Polizei nahm in Folge dessen sechs Palästinenser fest (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 27. Mai 2018).
Bedeutende Angriffe in Judäa, Samaria und Jerusalem im vergangenen Jahr[1]

Bedeutende Angriffe in Judäa, Samaria und Jerusalem im vergangenen Jahr

Veranstaltungen von Freitag, 25. Mai 2018
  • Etwa 5.000 Palästinenser nahmen am 25. Mai 2018 an Demonstrationen entlang der Grenze zum Gazastreifen an fünf Hauptstandorten teil. Dies ist die niedrigste Teilnehmerzahl seit Beginn der Veranstaltungen im Rahmen der “Prozession der großen Rückkehr” am 30. März 2018. Während der Demonstrationen wurden Autoreifen verbrannt und Steine geworfen. Zudem wurde versucht, den Sicherheitszaun zu beschädigen und sogar IDF-Soldaten mit Rohr- und Sprühbomben zu verletzen. Es wurde ein Versuch unternommen, in israelisches Territorium einzudringen. Zudem wurden Felder durch Brand- und Sprengladungsdrachen verbrannt.[2] IDF-Truppen setzten Aufstandsbekämpfungsmaßnahmen ein und operierten gemäß der Vorschriften mit Scharfschüssen (IDF-Sprecher, 26. Mai 2018).
Die Veranstaltungen im Osten des Gazastreifens am letzten Freitag (Twitter-Account von PALINFO, 26. Mai 2018)    Die Veranstaltungen im Osten des Gazastreifens am letzten Freitag (Twitter-Account von PALINFO, 26. Mai 2018)
Die Veranstaltungen im Osten des Gazastreifens am letzten Freitag
(Twitter-Account von PALINFO, 26. Mai 2018)

Palästinensische Jugendliche sabotieren den Sicherheitszaun in der Gegend von Khaza'a östlich von Khan Junis (Twitter-Account von PALINFO, 26. Mai 2018)
Palästinensische Jugendliche sabotieren den Sicherheitszaun in der Gegend von Khaza’a östlich von Khan Junis (Twitter-Account von PALINFO, 26. Mai 2018) Die Hamas schickt regelmäßig Jugendliche in die Gegend, um den Zaun zu sabotieren[3]

Kinder, die an Zusammenstößen in Khaza'a östlich von Khan Junis teilnehmen (Facebook-Seite der Journalistin Miriam Abu Dakka aus Gaza-Stadt, 26. Mai 2018)    Kinder, die an Zusammenstößen in Khaza'a östlich von Khan Junis teilnehmen (Facebook-Seite der Journalistin Miriam Abu Dakka aus Gaza-Stadt, 26. Mai 2018)
Kinder, die an Zusammenstößen in Khaza’a östlich von Khan Junis teilnehmen (Facebook-Seite der Journalistin Miriam Abu Dakka aus Gaza-Stadt, 26. Mai 2018)
Terroranschläge unter dem Deckmantel der Demonstrationen
  • Unter dem Deckmantel der Demonstrationen und nach ihnen gab es mehrere Vorfälle, bei denen versucht wurde, den Sicherheitszaun zu überqueren und auf israelisches Territorium zu gelangen:
    • Am 28. Mai 2018 wurden drei Palästinenser während des Versuchs identifiziert, den Sicherheitszaun im nördlichen Gazastreifen zu überqueren. IDF-Truppen nahmen zwei von ihnen fest, während der dritte entkam. Während ihrer Verfolgung wurde Feuer auf die Soldaten eröffnet. Im Besitz der Festgenommenen wurden Messer, Drahtscheren und Brennmaterialien gefunden. Es gab keine Verletzten. In Reaktion darauf schossen Panzer der IDF auf einen Beobachtungsposten in der Nähe. Nach palästinensischen Berichten wurde ein Beobachtungsposten des “Widerstands” und eine Position der Abwehr im Norden von Bet Lahiya angegriffen (Twitter-Account des militärischen Arms der Hamas, 28. Mai 2018). Der Sprecher des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen gab bekannt, dass eine Person getötet und eine weitere verletzt wurde. Der militärische Arm der Hamas gab bekannt, dass es sich bei dem Getöteten um Muhammad Mas’ud Ahmad al-Ratschia handelt, ein Aktivist des militärischen Arms der Hamas (31) aus Bet Lahiya (Website des militärische Arms der Hamas, 28. Mai 2018).
    • Am 28. Mai 2018 wurde ein Branddrachen in Richtung von Nahal Oz steigen gelassen und verursachte einen großen Brand. Es war einer von Hunderten von Drachen, die während der letzten Wochen Tausende von Dunam Felder der Gemeinden in der Umgebung rund um den Gazastreifen verbrannten.
    • Am 26. Mai 2018 wurde eine Sprengladung in der Nähe des Sicherheitszauns im südlichen Gazastreifen verlegt. Diese wurde unter einer Drahtschere und anderen Gegenständen versteckt und später von einer IDF-Einheit entschärft. Bei dem Vorfall gab es keine Verletzten. Als Reaktion darauf schoss die IDF am 27. Mai 2018 eine Reihe von Panzergranaten auf einen Beobachtungsposten im südlichen Gazastreifen, der die Gegend, in der die Sprengladung verlegt wurde, beobachtet (IDF-Sprecher, 27. Mai 2018). Palästinensischen Quellen zufolge wurde ein Beobachtungsposten der PIJ südöstlich von Khan Junis angegriffen (Twitter-Account von Schabakat al-Quds, 27. Mai 2018). Der militärische Arm der PIJ verkündete den Tod von drei seiner Aktivisten. Hohe Beamte der Organisation versprachen, auf den Tod der Aktivisten zu reagieren. In einer Erklärung des militärischen Arms der PIJ wurde verkündet, dass der Tod nicht ohne Reaktion bleiben werde und dass die PIJ sogar in der Lage wäre, “die Gleichung zu ändern” (Website des militärischen Arms der PIJ, 27. Mai 2018).
    • Am 24. Mai 2018 drangen vier Palästinenser in israelisches Territorium ein. Sie verweilten dort für eine sehr kurze Zeit. Sie setzten eine unbemannte Position der IDF mit einem Molotow-Cocktail in Brand und hinterließen ein Zelt mit dem Slogan “Die Prozession der großen Rückkehr kehrt zur palästinensischen Erde zurück” (IDF-Sprecher, 26. Mai 2018). IDF-Truppen schossen in ihre Richtung. Sie schafften es aber, in den Gazastreifen zurückzukehren. Als Reaktion griffen Flugkörper der IDF in der Nacht vom 26. zum 27. Mai 2018 eine Reihe von Zielen der Hamas im südlichen Gazastreifen an.
Verluste
  • Der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza-Stadt gab bekannt, dass während der Veranstaltungen vom Freitag, 25. Mai 2018, 109 Palästinenser verletzt wurden, darunter sieben Kinder und vier Frauen (Facebook-Seite des Sprechers des Gesundheitsministeriums und Ma’an Nachrichtenagentur, 25. Mai 2018). Darüber hinaus wurde vom Tod von fünf weiteren Verletzten berichtet, die bei früheren Freitagsveranstaltungen verletzt worden waren. Dies erhöht die Gesamtzahl der Todesopfer im Rahmen der “Prozession der großen Rückkehr” seit dem 30. März 2018 auf 117.
  • Beamte im Gesundheitsministerium berichteten, dass vier verletzte Palästinenser aus dem Gazastreifen nach Ägypten zur Behandlung überführt wurden (al-Masri al-Yawm, 24. Mai 2018). Etwa 30 Verletzte von den letzten Veranstaltungen wurden zur Behandlung nach Jordanien gebracht (al-Quds, 23. Mai 2018). Der marokkanische Premierminister informierte Ismail Haniyya, dass der König von Marokko beschlossen habe, ein Feldlazarett in den Gazastreifen zu schicken, in dem die Verletzten der “Prozession der großen Rückkehr” behandelt werden sollen (Webseite der Hamas, 28. Mai 2018).
Äußerungen von hochrangigen Beamten
  • Führende Vertreter der Hamas und der Organisation Islamischer Dschihad in Palästina (PIJ) nahmen an den Freitagsdemonstrationen teil und sprachen sogar die Demonstranten an. Unter ihnen befanden sich Ismail Haniyya, Chef des Politbüros der Hamas, Fathi Hamad, Mitglied des Politbüros der Hamas, Muschir al-Masri, Sprecher der Hamas-Fraktion im palästinensischen Legislativrat, Khaled al-Batasch, hochrangiges Mitglied der PIJ und Koordinator der “Prozession der Großen Rückkehr” u. v. a. m.
  • Laut Fathi Hamad, Mitglied des Politbüros der Hamas, versammeln sich die Palästinenser im Rahmen der “Prozession der großen Rückkehr” im Grenzgebiet “in steigender Zahl von Freitag zu Freitag” (al-Aqsa TV, 25. Mai 2018). Khaled al-Batasch, hochrangiges Mitglied der PIJ und Koordinator der “Prozession der Großen Rückkehr”, lobte bei einem Treffen mit Jugendlichen in einem Lager der “Prozession der großen Rückkehr” östlich von Gaza-Stadt die Einheiten, die für die Verbrennung der Autoreifen, das Aufsteigen der Branddrachen und die Schleuderungen verantwortlich sind sowie all diejenigen, die sich zugunsten des Rückkehrrechts einsetzen. Er lobte besonders diejenigen, die den Zaun durchschneiden, für deren Einfallsreichtum. Seinen Angaben zufolge sei die “Prozession der großen Rückkehr” noch nicht vorbei. Dies jedoch sei der Beginn einer neuen Ära, in der die Bewohner der Siedlungen rund um den Gazastreifen weiterhin Zeugen des Rückzugs und der Flucht ihrer eigenen Leute sowie der Massenkonfrontationen zwischen den Palästinensern und Israel sein werden (al-Aqsa TV, 23. Mai 2018).
Versuche, die Situation zu entspannen
  • Vor dem Hintergrund der Berichterstattungen, wonach Israel und die Hamas zu einer Vereinbarung kommen könnten, sagte Khalil al-Hayya, stellvertretender Vorsitzender des Politbüros der Hamas, dass die Hamas bereit sei, jeden Vorschlag zu prüfen, der zur Aufhebung der Belagerung des Gazastreifens führen würde. Er bestätigte, dass hinter den Kulissen Gespräche geführt werden, stellte jedoch fest, dass der Hamas noch kein geordneter Vorschlag unterbreitet worden sei. Khalil al-Hayya bestritt die Nachricht, wonach das Gefangenenaustauschabkommen ebenfalls im Rahmen der Vereinbarung ausgehandelt wird (al-Risala.net, 25. Mai 2018). Eine russische Delegation traf am 23. Mai 2018 zum zweiten Mal seit Beginn des Jahres 2018 im Gazastreifen ein. Ziel des Besuchs ist es, Vertreter der Hamas und andere Organisationen zu treffen, um Entspannung im Gazastreifen zu schaffen (al-Risala.net, 24. Mai 2018).

Prognose

  • Das Koordinationskomitee der “Prozession der großen Rückkehr” kündigte an, dass die nächsten Demonstrationen am kommenden Freitag, 1. Juni 2018

    , unter dem Motto “von Gaza nach Haifa – ein Blut und ein gemeinsames Schicksal” stattfinden werden (Sawa, 25. Mai 2018).

Ein Facebook-Beitrag mit dem Motto der Demonstrationen, die für den 1. Juni 2018 geplant sind, mit einem Foto der Kundgebung zur Unterstützung des Gazastreifens, die in Haifa stattfand (Facebook-Seite der "Prozession der großen Rückkehr", 26. Mai 2018)

Ein Facebook-Beitrag mit dem Motto der Demonstrationen, die für den 1. Juni 2018 geplant sind, mit einem Foto der Kundgebung zur Unterstützung des Gazastreifens, die in Haifa stattfand (Facebook-Seite der “Prozession der großen Rückkehr”, 26. Mai 2018)

Der Raketenbeschuss[4]

  • In der vergangenen Woche wurde kein Raketen- oder Mörsergranateneinschlag auf israelischem Gebiet registriert. Am Morgen des 29. Mai 2018 begann eine neue Phase, als mindestens 27 Mörsergranaten auf verschiedene Orte in den Nachbargemeinden rund um den Gazastreifen abgefeuert wurden. Eine Person wurde durch Granatssplitter verletzt. Ab den Nachmittagsstunden wurden mehrere Salven abgeschossen.
Raketeneinschläge in Israel im Monatsdurchschnittseit Januar 2016[5]

Raketeneinschläge in Israel im Monatsdurchschnittseit Januar 2016

Raketeneinschläge in Israel im Jahresdurchschnitt

Raketeneinschläge in Israel im Jahresdurchschnitt

Inbrandsetzung einer IDF-Position und Israels Reaktion
  • Als Reaktion auf den Brand einer unbemannten Position der IDF, der am 22. Mai 2018 von mehreren Palästinensern verursacht wurde, die den Sicherheitszaun überquerten, und als Reaktion auf fortgesetzte Versuche, Multicopter und Drachen für terroristische Zwecke und zum Verbrennen von landwirtschaftlich bearbeiteten Feldern zu starten, griffen in der Nacht vom 22. auf den 23. Mai 2018 Flugkörper der IDF eine terroristische Untergrundinfrastruktur der Hamas in Dschabalija im nördlichen Gazastreifen und zwei Terrorziele der Hamas-Marine im Hafen von Gaza-Stadt an (IDF-Sprecher, 23. Mai 2018).
  • Laut Quellen im Gazastreifen wurden zwei Boote der Seestreitkräfte im Fischereihafen westlich von Gaza-Stadt angegriffen, die dort für die Ankunft der “Freiheitsflottille” bereitgestellt waren (Twitter-Account der Freiheitsflottille, 24. Mai 2018).
Die beiden Boote, die im Hafen von Gaza-Stadt angegriffen wurden (Twitter-Account der Freiheitsflottille, 24. Mai 2018)    Die beiden Boote, die im Hafen von Gaza-Stadt angegriffen wurden (Twitter-Account der Freiheitsflottille, 24. Mai 2018)
Die beiden Boote, die im Hafen von Gaza-Stadt angegriffen wurden
(Twitter-Account der Freiheitsflottille, 24. Mai 2018)
Die Entsendung eines explosiven Multicopters auf israelisches Territorium
  • Militärische Quellen gaben bekannt, dass ein Multicopter, der in der letzten Woche aus dem nördlichen Gazastreifen in Richtung Israel gestartet wurde, auf israelischem Territorium in der Nähe des Sicherheitszauns gelandet sei. Eine Untersuchung ergab, dass er mit Sprengstoff beladen war. Die Ladung explodierte jedoch nicht (ynet Nachrichtenagentur, 28. Mai 2018).
Israel errichtet eine Unterwasserbarriere entlang der Grenze zum Gazastreifen
  • Nachrichtenagenturen, die mit der Hamas assoziiert sind, berichteten am 27. Mai 2018 besonders informativ und unter Berufung auf israelische Medien über den Beginn der Arbeiten zur Errichtung einer befestigten Unterwasserbarriere durch Israel im nördlichen Gazastreifen, um terroristische Einfälle über den Seeweg nach Israel zu verhindern. Während der Operation “Fels in der Brandung” war es Militanten gelungen, über das Meer nach Israel zu gelangen. Die Websites der Nachrichtenagenturen haben es daher nicht unterlassen zu erwähnen, dass der militärische Arm der Hamas im Juli 2014 eine Kommandooperation durchgeführt hatte, bei der vier seiner Aktivisten die IDF-Basis in Zikim südlich von Aschkelon angegriffen hatten (PALINFO 27. Mai 2018; Shehab Nachrichtenagentur, 27. Mai 2018).
Der Grenzübergang Rafah
  • Die ägyptischen Behörden ermöglichen die Eröffnung des Grenzübergangs Rafah während des ganzen Monats Ramadan. Der Hauptgrund dafür ist es, den Palästinensern zu helfen, die Verletzten aus dem Gazastreifen in ägyptische Krankenhäuser zu transportieren. Die palästinensische nationale Einheitsregierung gab bekannt, dass der Wert der Güter, die seit der Eröffnung anlässlich des Monats Ramadan über den Grenzübergang Rafah in den Gazastreifen gelangt sind, auf 199.000 US-Dollar geschätzt wird. Die Güter, die übertragen wurden, umfassten Lebensmittelpakete und Grundbedarfsartikel, Medikamente und medizinische Ausrüstung, Baumaterialien, Benzin, Diesel usw. Zudem passierten mehrere tausend Passagiere den Grenzübergang (Masa, 25. Mai 2018).

Humanitären Hilfe aus Ägypten erreicht den Gazastreifen durch den Grenzübergang Rafah (Dar al-Mu'aref auf YouTube, 26. Mai 2018)
Humanitären Hilfe aus Ägypten erreicht den Gazastreifen durch den Grenzübergang Rafah (Dar al-Mu’aref auf YouTube, 26. Mai 2018)

Türkische Hilfe für die Bewohner des Gazastreifens
  • Recep Akdağ, Vizepremierminister der Türkei, sagte in einem Interview mit dem türkischen CNN-Sender, dass im Rahmen der Kampagne zur Palästina-Hilfe in der Türkei ein Betrag von etwa einer halben Million YTL (etwa 220.000 US-Dollar) eingesammelt wurde. Seinen Angaben zufolge gewährt die Türkei den Palästinensern die Hilfe durch die Kooperations- und Koordinationsagentur TIKA, einer Institution namens AFAD (die sich mit Notfall- und Katastrophenhilfe befasst), sowie durch den islamischen Waqf und den Roten Halbmond (Anatolia Nachrichtenagentur, 23. Mai 2018).
  • Im Rahmen der Hilfe berichtete die TIKA über die Verteilung von Nahrungsmitteln an bedürftige Familien im Gazastreifen anlässlich des Monats Ramadan. In diesem Rahmen führt die Agentur eine tägliche Verteilung von 1.000 Essensportionen durch, um das Fasten zu brechen. Zusätzlich wurden 20.000 Lebensmittelpakete verteilt (Twitter-Account der TIKA-Palästina, 22. und 27. Mai 2018). Die Institution AFAD übergab dem Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Gazastreifen eine Finanzhilfe von 1,2 Millionen US-Dollar zur Deckung des medizinischen Bedarfs im Gazastreifen. Die Mittelübergabe fand im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Gebäude des türkischen Konsulats in Jerusalem statt (Ma’an Nachrichtenagentur, 28. Mai 2018).
תיקה 1Lebensmittelpakete, die von der Agentur TIKA im Gazastreifen verteilt werden (Twitter-Account von TIKA-Palästina; Twitter-Account von PALINFO, 27. Mai 2018)    Lebensmittelpakete, die von der Agentur TIKA im Gazastreifen verteilt werden (Twitter-Account von TIKA-Palästina; Twitter-Account von PALINFO, 27. Mai 2018)
Lebensmittelpakete, die von der Agentur TIKA im Gazastreifen verteilt werden (Twitter-Account von TIKA-Palästina; Twitter-Account von PALINFO, 27. Mai 2018)
Propagandaaktionen parallel zu den Demonstrationen und Märschen
Die neue Flottille, die sich auf dem Weg in den Gazastreifen befindet
  • Die vier Boote der neuen Flottille, die sich auf dem Weg in den Gazastreifen befindet, erreichten am 27. Mai 2018 den Hafen von Wilhelmshaven (Twitter-Account von Charlie Anderson, Mitglied der Besatzung des Fischerbootes al-Awda [“die Rückkehr”], 27. Mai 2018). Von dort aus werden die Boote voraussichtlich Anfang Juni den Hafen von Amsterdam erreichen (Facebook-Seite des Internationalen Komitees zur Auflösung der Belagerung des Gazastreifens, 24. Mai 2018). Am 5. Juni 2018 werden sie in Brighton, England, erwartet (Facebook-Seite der “Koalition der Freiheitsflottille”, 22. Mai 2018).[6]

Die vier Boote der Flottille (Facebook-Seite von "Schiff nach Gaza-Schweden", 25. Mai 2018)
Die vier Boote der Flottille (Facebook-Seite von “Schiff nach Gaza-Schweden”, 25. Mai 2018)

“Freiheitsschiff” verlässt den Hafen von Gaza-Stadt
  • Das Koordinationskomitee der “Prozession der großen Rückkehr” und das “Volkskomitee zur Durchbrechung der Belagerung des Gazastreifens” hielten eine gemeinsame Pressekonferenz im Hafen von Gaza-Stadt ab. Salah al-‘Ati, Koordinator des Rechtskomitees der “Prozession der großen Rückkehr”, verkündete, dass ein “Freiheitsschiff” am 29. Mai 2018 (nah zum Jahrestag der Ereignisse auf dem türkischen Schiff Mavi Marmara) vom Hafen von Gaza-Stadt auslaufen wird. An Bord des Schiffes, das als Teil der Veranstaltungen in Bezug auf die “Prozession der großen Rückkehr” und als Protest gegen die “Belagerung” wahrgenommen werden soll, werden sich Studenten, Patienten und Hochschulabsolventen befinden. Ziel der Reise ist wahrscheinlich Zypern. Ismail Radwan, hochrangiges Mitglied der Hamas, sagte, dass der Zweck der Reise sei, die Botschaft des palästinensischen Volks, das sich unter “Belagerung” befindet, dem Rest der Welt zu vermitteln(al-Aqsa TV, 28. Mai 2018).

Eine Seekarte mit der Linie zwischen den Häfen von Gaza-Stadt und Limassol, die von den Komitees der "Prozession der großen Rückkehr" und des "Volkskomitees zur Durchbrechung der Belagerung des Gazastreifens" für die Reise des "Freiheitsschiffs" angefertigt wurde (Facebook-Seite der "Prozession der großen Rückkehr", 29. Mai 2018)
Eine Seekarte mit der Linie zwischen den Häfen von Gaza-Stadt und Limassol, die von den Komitees der “Prozession der großen Rückkehr” und des “Volkskomitees zur Durchbrechung der Belagerung des Gazastreifens” für die Reise des “Freiheitsschiffs” angefertigt wurde
(Facebook-Seite der “Prozession der großen Rückkehr”, 29. Mai 2018)

  • Bei der Auslaufzeremonie des Schiffs, die im Hafen von Gaza-Stadt stattfand, sagte Khaled al-Batasch, hochrangiges Mitglied der PIJ und Koordinator der “Prozession der Großen Rückkehr”, dass der Hauptadressat der Belagerung und des Leidens Israel sei, und dass die Fahrt des “Freiheitsschiffs” eine Botschaft an die internationale Gemeinschaft sendet, dass es an der Zeit sei, die “Belagerung” des Gazastreifens zu durchbrechen. Er appellierte an die internationale Gemeinschaft, das Schiff und die Besatzung zu schützen, und wandte sich an Israel mit den Worten: “Wir werden nicht zulassen, dass palästinensische Volk ohne eine Reaktion weiter anzugreifen, was auch immer der Preis sein sollte” (Alresalah.net, 29. Mai 2018).
Das Freiheitsschiff verlässt den Hafen von Gaza-Stadt (Twitter-Account des türkischen TV-Kanals TRT in Arabisch, 29. Mai 2018).   Das Freiheitsschiff verlässt den Hafen von Gaza-Stadt (Twitter-Account des türkischen TV-Kanals TRT in Arabisch, 29. Mai 2018). 
Das Freiheitsschiff verlässt den Hafen von Gaza-Stadt (Twitter-Account des türkischen TV-Kanals TRT in Arabisch, 29. Mai 2018).
Ein weiterer Konvoi von “Miles of Smiles” befindet sich auf dem Weg zum Gazastreifen
  • Essam Yusef,[7] Koordinator des sogenannten Konvois “Miles of Smiles”, sagte, dass Konvoi Nummer 34 im Rahmen von “Miles of Smiles” am 2. Juni 2018 über den Grenzübergang Rafah in den Gazastreifen kommen und dort für eine Woche verweilen werde. Ihm zufolge werden am Konvoi Aktivisten aus Großbritannien, Belgien, Deutschland, Algerien, Jordanien, Indonesien und Kuwait sowie von einer Reihe von Wohltätigkeitsorganisationen teilnehmen. Der Konvoi wird rund 18.000 Pakete mit Lebensmitteln, Medikamenten und medizinischer Ausrüstung liefern. Darüber hinaus werden die Mitglieder des Konvois Schulden von einer großen Anzahl von Palästinensern tilgen, die wegen einer Nichtrückzahlung von Geldern im Gefängnis sitzen. Zudem werden sie Verletzte der “Prozession der großen Rückkehr” in den Krankenhäusern oder ihren Heimen besuchen, sie medizinisch versorgen und eine Reihe von Häusern sanieren (Quds Press, 27. Mai 2018).

[1] Als bedeutende Angriffe bewerten wir Schuss-, Auto- und Messerangriffe, das Platzieren von Sprengsätzen oder kombinierte Angriffe. Das Werfen von Steinen und Molotow-Cocktails ist hier nicht mit inbegriffen.
[2] Als Reaktion auf die Verbrennung von Tausenden Dunam (1 Dunam = 1.000 qm) Felder der Gemeinden in der Umgebung rund um den Gazastreifen gaben die dortigen Landwirte bekannt, dass sie sich an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen der Kriegsverbrechen der Hamas und ihren Anführern, Ismail Haniyya und Yahya al-Sinwar, wenden werden (ynet Nachrichtenagentur, 27. Mai 2018).

[3] Siehe die Veröffentlichung des Informationszentrums vom 27. Mai 2018: "Die Hamas schickt die mit ihr verbundenen Jugendlichen im Rahmen der "Prozession der großen Rückkehr" in den Tod: Der Fall eines 16-jährigen Jugendlichen namens Sa'adi Abu Salah, der mit der Hamas assoziiert war. Dieser fand seinen Tod, als eine Gruppe von Jugendlichen versuchte, den Sicherheitszaun während der Veranstaltungen vom 14. Mai 2018 zu durchschneiden.

[4] Die Statistik beinhaltet nicht den Fall von Raketen im Gazastreifen oder das Abfeuern von Mörsergranaten auf Israel.

[5] Diese Statistiken enthalten keine abgefeuerten Mörsergranaten und keine Raketenabstürze innerhalb des Gazastreifens.

[6] Siehe hierzu die Veröffentlichung des Informationszentrums vom 24. Mai 2018: "Eine neue Flottille befindet sich auf dem Weg in den Gazastreifen".

[7] Dr. Essam Salah Mustafa Yusef (Abu Yusef) ist die führende Persönlichkeit bei "Interpal" und dominant im Finanzsystem der westlichen Welt, die die Hamas unterstützt. Zudem hat er die Spendenfondskoalition zugunsten der Hamas gegründet und dient dabei als Exekutivdirektor. Dabei handelt es sich um eine weltweite Koalition von 13 islamischen Spenden- und Hilfefonds, die die Hamas-Institutionen mit Spenden unterstützen. In den letzten Jahren begleitete er als Vorsitzender und Hauptkoordinator die Konvois von "Meilen and Smiles", die in den Gazastreifen kamen.).