Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (25. – 31. Mai 2016)

Versuche, Waffen und kampfunterstützende Mittel in den Gazastreifen zu schmuggeln  Links: Drohnen und andere Mittel

Versuche, Waffen und kampfunterstützende Mittel in den Gazastreifen zu schmuggeln Links: Drohnen und andere Mittel

Versuche, Waffen und kampfunterstützende Mittel in den Gazastreifen zu schmuggeln  Links: Drohnen und andere Mittel

Versuche, Waffen und kampfunterstützende Mittel in den Gazastreifen zu schmuggeln Links: Drohnen und andere Mittel

Omar al-Abuschi (Facebook-Seite von Gaza al-Aan, 30. Mai 2016)

Omar al-Abuschi (Facebook-Seite von Gaza al-Aan, 30. Mai 2016)

Die Drehmaschine im Dorf al-Fawwar (Sprecher der israelischen Polizei, 30. Mai 2016)

Die Drehmaschine im Dorf al-Fawwar (Sprecher der israelischen Polizei, 30. Mai 2016)

Links: Ein israelisches Fahrzeug, das in der Nähe der Kreuzung von Gusch Etzion von einem Stein getroffen wurde (Twitter-Account von PALINFO, 29. Mai 2016) Rechts: Der Bus, der in der Nähe des Dorfes Hizma von einem Stein getroffen wurde (Facebook-Seite von PALDF, 24. Mai 2016)

Links: Ein israelisches Fahrzeug, das in der Nähe der Kreuzung von Gusch Etzion von einem Stein getroffen wurde (Twitter-Account von PALINFO, 29. Mai 2016) Rechts: Der Bus, der in der Nähe des Dorfes Hizma von einem Stein getroffen wurde (Facebook-Seite von PALDF, 24. Mai 2016)

Öffentliche Bekennungen der Organisation Adschnad Bait al-Maqdis zu den beiden Raketenabschüssen (Twitter-Account von Adschnad Bait al-Maqdis, 25. und 27. Mai 2016)

Öffentliche Bekennungen der Organisation Adschnad Bait al-Maqdis zu den beiden Raketenabschüssen (Twitter-Account von Adschnad Bait al-Maqdis, 25. und 27. Mai 2016)

Ein Foto aus dem Video, in dem Gymnasiasten-Terroristen verherrlicht werden (Facebook-Seite von QUDSN, 30. Mai 2016)

Ein Foto aus dem Video, in dem Gymnasiasten-Terroristen verherrlicht werden (Facebook-Seite von QUDSN, 30. Mai 2016)

Die Pressekonferenz im Hafen von Gazastadt. Im Hintergrund: Das Denkmal zu Ehren der

Die Pressekonferenz im Hafen von Gazastadt. Im Hintergrund: Das Denkmal zu Ehren der "Mavi Marmara" Flottille (Twitter-Account von PALINFO, 30. Mai 2016)

  • Inder vergangenen Woche verübte ein Palästinenser aus Salfit, der sich illegal in Israel aufhielt, einen Messer-Angriff in Tel Aviv.Ein Soldat wurde dabei leicht verletzt.Der Terrorist wurde festgenommen.Aus dem Gazastreifen wurden zwei Raketen in Richtung Israel abgefeuert.Eine von ihnen stürzte noch innerhalb des Gazastreifens ab.Eine dschihadistisch-salafistischeOrganisation bekannte sich zum Angriff und erklärte, dass es ein Vergeltungsakt für die Verhaftungen ihrer Aktivisten durch die Sicherheitskräfte der Hamas sei.Als Reaktion griffen Flugkörper der israelischen Luftwaffe zwei Ziele der Hamas an.
  • n   Bei der Vereidigungszeremonie von Avigdor Lieberman als neuer israelischer Verteidigungsminister bekundeten sowohl der Premierminister als auch der antretende Minister ihre Unterstützung der Zwei-Staaten-Lösung.Der Premierminister stellte ferner fest, dass die arabische Initiative positiveElemente umfasst,die die Verhandlungen mit den Palästinensern wiederherstellen kann und dass Israel bereit sei, Verhandlungen über eine Aktualisierungder Initiative zu führen. Mahmud Abbas hielt seinerseits eine aggressive Rede vor dem Rat der Arabischen Liga.Dabei behauptete er, dass sich Jerusalem unter "israelischem Angriff" befindet, bekundeteseineUnterstützung für die französischeInitiative auf der Grundlage der Schaffung von zwei Staaten im Rahmen der Grenzenvon1967 und verwarfdieAnerkennung Israels als jüdischer Staat.

 

Angriffe und versuchte Attentate im Verlauf der vergangenen Woche
  • Am30. Mai 2016 ereignete sich ein Messer-Angriff in Tel Aviv. Ein Palästinenser stach auf einen Soldaten mit einem Schraubenzieher im Tel Aviver Stadtteil Nahalat Yitzhak ein. Der Soldat wurde leicht verletzt und der Palästinenser festgenommen. Dabei handelt es sich um Omar Samir al-Abuschi (17) aus Salfit (südlich von Ariel). Angeblich gehörte al-Abuschi keiner Organisation an. Seine Facebook-Seite wurde im vergangenen Jahr nicht benutzt und am 5. Juni 2015 zum letzten Mal aktiviert (Facebook-Seite von Gaza al-Aan, 30. Mai 2016, Facebook-Seite von Omar Samir al-Abuschi).
Angriffe inJudäa, Samaria und innerhalb Israelsim Monatsdurchschnitt seit Beginn der aktuellen Welle des Terrors

Angriffe in Judäa, Samaria und innerhalb Israels im Monatsdurchschnitt seit Beginn der aktuellen Welle des Terrors

Demonstrationen und Ausschreitungen
  • Die Demonstrationen, Protestmärsche, Ausschreitungen, sowie das Werfen von Steinen, Molotow-Cocktails und Rohrbomben in Judäa, Samaria und in Jerusalem wurden auch in der vergangenen Woche weitergeführt.
  • Im Folgenden einige weitere Ereignisse (einschließlich solche, die vereitelt wurden):
  • Am 30.Mai2016wurde während einer Durchsuchung durch israelische Sicherheitskräfte im Dorf al-Fawwar (in der Nähe von Hebron)eine Drehmaschine zur Herstellung von Waffen und Ersatzteilen konfisziert(Sprecher der israelischen Polizei, 30.Mai2016).
  • Am 29. Mai 2016wurden Steine auf einen Busin der Nähe des Jerusalemer Stadtteils French Hill geworfen.Ein Fahrgast wurde durchGlassplitterleicht verletzt und ins Krankenhausevakuiert (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 29.Mai2016).
  • Am 26Mai2016wurde ein Palästinenser aus Hebron von Grenzpolizisten festgenommen. Der Palästinenser befand sich auf dem Weg, einen Messer-Angriff in der Nähe der Höhle der Patriarchenzu verüben. In seinem Besitz wurde ein Messer gefunden und er wurde zum Verhör geführt (Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 26.Mai2016).
  • Am 25. Mai 2016wurden fünf Soldaten durch das Inhalieren vom Rauch eines Brandes, der durch den Wurf eines Molotow-Cocktails auf eine IDF-Basis auf dem Jerusalemer Skopusberg verursacht wurde, leicht verletzt.Die Soldaten wurden ins Krankenhaus evakuiert.Die Feuerwehr löschte das Feuer(Facebook-Seite von MivzakLive/Red Alert, 25.Mai2016).
  • Am 24. Mai2016wurden Steine auf einen israelischenBusin der Nähe des Dorfes Hizma(nordöstlich von Jerusalem) geworfen.Es gab keineVerletzten, die Windschutzscheibe des Busses wurde beschädigt (Facebook-Seite von PALADF, 24.Mai2016).
Eine Zelle der Hamasplante,Angriffe innerhalb Israels durchzuführen
  • Die Untersuchung des Terroranschlags auf den Bus Nr. 12 am 19. April 2016, bei dem zwanzig Personen verletzt wurden, ergab, dass hinter dem Angriff eine Zelle von sechs Hamas-Aktivisten steht. Einige von ihnen waren in der Vergangenheit in Israel inhaftiert. Die Zelle bereitete sich auf eine Serie von Anschlägen vor, die sie in Jerusalem und Umgebung durchzuführen plante, darunter Selbstmordanschläge, Autobomben und Schussangriffe. Zur Durchführung dieser Angriffe rekrutierte die Zelle mehrere Aktivisten, darunter auch den Terroristen, der den Angriff auf den Bus ausführte.
  • Die Untersuchung ergab, dass der Angriff auf diesen Bus ursprünglich als Selbstmordanschlag geplant war. Der Sprengsatz wurde von einem Mitglied der Zelle aus verfügbaren Haushaltsmitteln zusammengebaut. Ein weiteres Mitglied der Zelle half dem Terroristen, ein Testament zu schreiben, und nahm ihn per Video auf, bevor er sich auf den Weg zum Angriff machte. Am Tag des Angriffs verlies der Terrorist sein Wohnhaus und seine Familie meldete ihn bei der palästinensischen Polizei als vermisst (Sprecher des Schin Bet, 29. Mai 2016).
Palästinenser planten,Anschläge in Jerusalem durchzuführen
  • Als Folge des Terroranschlags, der am 10. Mai 2016 gegen eine Gruppe von älteren Frauen auf der Promenade von Armon HaNatziv verübt wurde, wurden drei Verdächtige festgenommen. Dabei handelt es sich um drei Minderjährige im Alter von 16 und 17 Jahren, Bewohner von Dschebel Makaber. Ihre Vernehmung ergab, dass sie seit einiger Zeit geplant hatten, Juden anzugreifen, eine Tatsache, die sie sogar während ihres Studiums und über die sozialen Netzwerke diskutierten. Die Mutter eines der Verdächtigen wurde in der letzten Woche wegen des Verdachts eines versuchten Messer-Angriffs am Checkpoint Zetim (Übergang nach Jerusalem für Bewohner von Abu-Dis und al-Azaria in der Nähe des Ölbergs) festgenommen (Sprecher des Schin Bet, 29. Mai 2016).
  • Am Tag des geplanten Messer-Angriffs trafen sich die Drei in einem Lebensmittelladen in Dschebel Makaber und liefen in Richtung des "Friedeswaldes" (Ja'ar HaSchalom im Südosten von Jerusalem, unterhalb der Scherover-Promenade). Zwei von ihnen bewaffneten sich bereits zu Hause mit einem Messer und einer Axt. Vor der Furcht, seine Handlungen würden zum Abriss seines Familienhauses führen, verließ einer der Verdächtigen seine Kameraden. Als die Frauen entlang der Jerusalemer Promenade marschierten, griffen die beiden Attentäter sie mit dem Messer an und schlugen sie mit der Axt. Danach flohen sie nach Dschebel Makaber, während sie das Messer und die Axt unterwegs abwarfen. Später kam einer von ihnen zurück, nahm und versteckte sie. Nach diesem Angriff kommunizierten die Attentäter über die sozialen Netzwerke und aufgrund ihres ersten "Erfolgs" planten sie, einen weiteren Messer-Angriff zu verüben. Sie wurden allerdings noch vor dem zweiten Angriff festgenommen.
Raketenbeschuss auf Israel
  • In den Abendstunden des 25.Mai 2016 wurde eine Rakete auf Israel abgefeuert. Das Geschoss landete auf einer freien Fläche in der Nähe eines der Siedlungen im Regionalverband Scha'ar HaNegev. Es gab keine Opfer und es wurden keine Schäden verursacht. Eine weitere Rakete wurde am 27. Mai 2016 vom zentralen Gazastreifen abgefeuert. Diese fiel allerdings noch im Gazastreifen in der Nähe von Bet Hanun ab. Als Reaktion griffen Flugkörper der israelischen Luftwaffe zwei Ziele der Hamas an. Es gab keine Opfer.
  • Eine dschihadistisch-salafistischeOrganisation im Gazastreifen namens Adschnad Bait al-Maqdisbekannte sich zum Angriff. Nach Angaben der Organisationwurde der Beschuss als Vergeltung gegen die Verhaftungen von dschihadistisch-salafistischen Aktivisten der Organisationim Gazastreifen durch die Sicherheitskräfte der Hamas und als Reaktion auf die israelischen Angriffe gegen Muslime verübt (Twitter-Account der Organisation, 27. Mai 2016).
  • In den Medien wurde berichtet, dass die Hamas mit Israel kooperierte und ihr über die Festnahme der Aktivisten, die für den Raketenbeschuss verantwortlich waren, berichtete. Sami az-Zahar dementierte diese Berichte und betonte, dass die Führung des "Widerstands" eine interne palästinensische Angelegenheit sei und mit Israel nichts zu tun habe (Quds.Net, 29. Mai 2016). Mahmud az-Zahar, Spitzenmitglied der Hamas, sagte, dass dies die Argumente derer, die mit Israel auf der Sicherheitsebene zusammenarbeiten, seien, die versuchen, die Hamas als jemanden darzustellen, der Israel schützt und aus Angst vor dem antretenden Verteidigungsminister besänftigt. (Fars, 28. März 2016).

Raketenbeschuss auf Israel

  • Am 28. Mai 2016 entwickelten sich Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und IDF-Kräften in der Nähe des Sicherheitszauns westlich von Nahal Oz (Facebook-Seite von PALDF, 28. Mai 2016).

Palästinensische Jugendliche werfen Steine am Sicherheitszaun in der Nähe von Nahal Oz (Facebook-Seite von PALDF, 28. Mai 2016)
Palästinensische Jugendliche werfen Steine am Sicherheitszaun in der Nähe von Nahal Oz(Facebook-Seite von PALDF, 28.Mai2016)

Vereitelte Schmuggelversuchein den Gazastreifen
  • In der vergangenen Woche vereitelten Sicherheitsinspektoren der Grenzübergangsbehörde im Verteidigungsministerium in Zusammenarbeit mit den israelischen Sicherheitskräften Schmuggelversuche von Waffen und kampfunterstützenden Mitteln in den Gazastreifen (Grenzübergangsbehörde im Verteidigungsministerium, 30. Mai 2016):
  • Am Übergang Tarkumija (inder Nähe von Hebron)konfiszierten die Inspektoreneine große Lieferung von Materialien.Diese, so die Vermutung, sollten an Terroristen und vor alleman die HamasimGazastreifen geliefert werden.Die Lieferung war als harmloser Textilien- und Schmuckversandgetarntund umfasste hunderte von 4-Zoll-Rohren mit Spezialverschraubungen, die besonders zur Herstellung von Mörsergranatenund Raketen verwendet werden.Zudem enthielt die Lieferung Dutzende von Elektromotoren.Die Lieferung sollte den Gazastreifen nach der Überquerung des Grenzübergangs Kerem Schalom erreichen.

Rohre und Elektromotoren, die auf dem Weg in den Gazastreifen waren  (Grenzübergangsbehörde im Verteidigungsministerium, 30. Mai 2016)
Rohre und Elektromotoren, die auf dem Weg in den Gazastreifen waren  (Grenzübergangsbehörde im Verteidigungsministerium, 30. Mai 2016)

  • Am Grenzübergang ErezvereiteltenSicherheitsinspektoren indenvergangenen WochenDutzende von Schmuggelversuchen von Waffen undkampfunterstützenden Mitteln, die über den Postweg versandt wurden. Unter anderem wurden zehnMotoren von Drohnen,Zielfernrohre,Kreiselstabilisatoren, Genauigkeitsverstärker und Entfernungsvergrößerungsmittel für Waffen und andere Geräte gefunden.

Vereitelter Schmuggel von Drohnen und optischen Geräten durch den Grenzübergang Erez (Grenzübergangsbehörde im Verteidigungsministerium, 30. Mai 2016)
Vereitelter Schmuggel von Drohnenund optischen Geräten durch den Grenzübergang Erez (Grenzübergangsbehörde im Verteidigungsministerium, 30.Mai2016)

Erleichterungen für die Bewohner des Gazastreifens
  • Der Regierungskoordinator in den Gebieten (COGAT) berichtete über eine Reihe von Erleichterungen, die Israel anlässlich des Ramadan-Monats am Grenzübergang Erez gewähren wird (arabische Facebook-Seite von COGAT, 30. Mai2016):
  • Eine Überweisung von insgesamt $250Mio.von und an Banken im Gazastreifen,in Übereinstimmung mit den Anforderungen der PalästinensischenWährungsbehördein Ramallah.
  • Ausreisegenehmigungen für rund1.500Bewohnerdes Gazastreifensins Auslandüber den Grenzübergang Erez und von dort aus direkt an die Allenby-Brücke.
Das UNRWA-Hilfswerk reduziert seine Aktivitäten
  • Im Rahmen der Effizienzsteigerung von UNRWA (Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten) wurde beschlossen, die Präsenz des Hilfswerks in Samaria und im Gazastreifen zu reduzieren und die Verteilung der Hilfsgüter an die Bewohner zu rationalisieren. In diesem Zusammenhang sollen Büros im Gazastreifen und in den Flüchtlingslagern von Nord-Samaria geschlossen werden. Sammy Mschascha, Sprecher des UNRWA-Hilfswerks, dementierte die Berichte und betonte, dass das Hilfswerk sich verpflichtet habe, den Betrieb im Gazastreifen vollständig intakt zu halten (Paltoday, 26. Mai 2016). Jasser Abu Kischk, Generaldirektor des Ministeriums für Flüchtlingsangelegenheiten der Palästinensischen Autonomiebehörde, sagte, dass dieser Schritt des Hilfswerks darauf abzielt, die Bevölkerung dazu zu zwingen, die Reduzierung der Leistungen zu akzeptieren (al-Watan, 30. Mai 2016).
Aktivität der Hamas dem weltweiten Dschihad gegenüber
  • Sicherheitskräfteder Hamas agieren weiterhin mit Anti-Terror-Maßnahmen gegen Anhänger und Aktivisten des IS. In diesem Rahmen wurden in den letzten Wochen mindestens zwei Dutzend Verdächtige festgenommen, darunter auch einige, die durch die Tunnel in die Sinai-Halbinsel infiltrieren wollten. Abu al-Aina al-Ansari, hochrangiges Mitglied der dschihadistisch-salafistischen Bewegung im Gazastreifen beschuldigte die Hamas, Verhaftungen von Aktivisten und Zerstörungen ihrer Häuser unternommen zu haben. Seinen Worten zufolge wurden die Verhaftungen durchgeführt, um den allgemeinen ägyptischen Geheimdienst aufgrund des Versprechens der Hamas, die Operationen des IS zu bekämpfen, zu beschwichtigen (a-Sharq al-Awsat, 30. Mai 2016).
Ein palästinensischer IS-Aktivist in Sirte, Libyen, getötet
  • Unterdessen wurde bekannt, dass Hamam Mussa al-Ardschani, ein palästinensischer IS-Aktivist und Bewohner von Rafah, bei Kämpfen in den Reihen der Organisation im libyschen Sirte getötet wurde (Akhbar Filastin, 23. Mai 2016) Am 28. Mai 2016 wurde sein Foto veröffentlicht.

Die Bekanntgabe über den Tod von Hamam Mussa al-Ardschani (Hak, die Islamische Nachrichtenagentur, 28. Mai 2016)
Die Bekanntgabe über den Tod von Hamam Mussa al-Ardschani(Hak, die Islamische Nachrichtenagentur, 28.Mai2016)

Der Friedensprozess soll wieder in Gang gesetzt werden
  • In einer aggressiven Rede während einer Dringlichkeitssitzung des Rats der Arabischen Liga nahm Mahmud Abbas, Vorsitzender der PA, unter anderem Stellung zur Lage vor Ort und zu den Aussichten der französischen Initiative.
  • Im folgenden die wichtigsten Punkte:
  • Jerusalem befände sich untereinem "israelischen Angriff":Dieser Angriffzielt darauf ab, die Identität der Stadt zu vertuschen.Darüber hinaus werden die "israelischen Angriffe" gegen dieal-Aqsa Moschee und die Kirche vom Heiligen Grab weitergeführt.Die BewohnerderStadt werden entwurzelt und die Häuser zerstört.
  • Die französische Initiative:DasZiel der Initiative soll die Gründungzweier Staaten auf der Grundlage der Grenzenvon1967 mit der Hauptstadt Palästinas in Ost-Jerusalem sein.Als Grundlage für die Initiative sollen die Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates,die arabische Friedensinitiative,die Roadmap und die bereits unterzeichneten Vereinbarungen dienen.
  • Anerkennung des Staates Israel:Die Palästinenserhaben den Staat Israel bereits 1993anerkannt. Unmöglich ist jedoch eine palästinensische Anerkennung eines sogenanntenjüdischen Staates.
  • Riadal-Maliki, Außenminister der palästinensischen nationalen Einheitsregierung, sagte, dass die Ingangsetzung des Friedensprozesses mittels der internationalen Tagung, die für den 3. Juni 2016 geplant ist und in Paris in Anwesenheit von Vertretern aus 26 Ländern stattfinden wird, ermöglicht werden könnte. Nach dem Treffen sollen die Arbeitsweise und die nächsten Schritte festgelegt werden. Seinen Worten zufolge besitzt Ägypten eine Schlüsselrolle im Bezug auf die Schritte, die in Folge des internationalen Treffens realisiert werden, dennes besteht eine Option für ein israelisch-palästinensisches Treffen unter ägyptischer Schirmherrschaft. Er betonte, dass die Bemühungen des ägyptischen Präsidenten keinesfalls mit der französischen Initiative in Konflikt geraten. Denn schließlich bedeuten diese Bemühungen die Anerkennung seitens Ägypten, um den Prozess ins Rollen zu bringen (Wafa Nachrichtenagentur, Kuds.Net, 29.Mai 2016).
Die Verherrlichung von palästinensischen Gymnasiasten-Terroristen, die während der jüngsten Terrorwelle getötet wurden
  • Mit Beginn der Saison der Abiturprüfungen in der PA veröffentlichte die palästinensische Facebook-Seite von QUDSN, die als eines der populärsten Nachrichten-Websites in der palästinensischen Gesellschaft gilt, ein Video, das palästinensische Gymnasiasten-Terroristen verherrlicht, die während der jüngsten Terrorwelle getötet wurden. Das Video beschreibt "16 Schüler… die das Martyrium ("Schahada" im Sinne eines Märtyrertods) für Jerusalem anstelle der Abiturprüfung ("Schahada" im Sinne eines Abiturzeugnisses) wählten.[3] Diese werden Sie in diesem Video kennen lernen." Im Video werden die Namen und Fotos der Terroristen gezeigt, die während ihres Todes noch Gymnasiasten waren (Facebook-Seite von QUDSN, 30. Mai 2016). Diesen Facebook-Beitrag schauten sich über 4,5 Millionen Nutzer an.
InternationaleAktivität zur Durchbrechung der Belagerungdes Gazastreifens
  • Die nationale Kommission zur Durchbrechung der Belagerung des Gazastreifenshielt im Hafen von Gazastadt eine Pressekonferenz ab, bei der sie die Eröffnung der internationalen Woche zur Durchbrechung der "Belagerung" des Gazastreifens vom 30. Mai bis zum 5. Juni 2016 verkündete. An dieser internationalen Woche werden sich 30 arabische, islamische und europäische Länder beteiligen. Während der Woche werden in der Welt verschiedene Aktivitäten stattfinden, darunter auch einige Gedenkaktivitäten zu Ehren der "Mavi Marmara" Flottille. Im Hafen von Gazastadt soll ein Zelt aufgebaut werden, in dem einige der Aktivitäten stattfinden werden (al-Aqsa TV, 30. Mai 2016).

[1]  Stand: 31. Mai 2016. Diese Statistiken enthalten keine abgefeuerten Mörsergranaten und keine Raketenabstürze innerhalb des Gazastreifens.
[2]  Diese Statistiken beinhalten nicht den Beschuss mit Mörsergranaten.
[3]  Ein Wortspiel, da das arabische Wort "Schahada" beides bedeutet: den Märtyrertod und das Abiturzeugnis.