Nachrichten zum Terror und zum israelisch-palästinensischen Konflikt (9.-20. September 2015) *

Betende Muslime auf dem Tempelberg neben angehäuften Steinen, die bereit liegen, um sie auf israelische Sicherheitskräfte zu werfen. (Twitter Account Gaza Alan, 14. September 2015)

Betende Muslime auf dem Tempelberg neben angehäuften Steinen, die bereit liegen, um sie auf israelische Sicherheitskräfte zu werfen. (Twitter Account Gaza Alan, 14. September 2015)

Zusammenstöße auf dem Tempelberg zwischen Vermummten und israelischen Sicherheitskräften

Zusammenstöße auf dem Tempelberg zwischen Vermummten und israelischen Sicherheitskräften

Das Fahrzeug nach der Steinattacke  (Fehrwehr- und Rettungsdienste, 14. September 2015; Foto: Arik Abolof)

Das Fahrzeug nach der Steinattacke (Fehrwehr- und Rettungsdienste, 14. September 2015; Foto: Arik Abolof)

Gehortete Steine und Felsbrocken in der Al-Aqsa-Moschee (Sprecherin der israelischen Polizei, 15. September 2015)

Gehortete Steine und Felsbrocken in der Al-Aqsa-Moschee (Sprecherin der israelischen Polizei, 15. September 2015)

Palästinenser liefern sich Gefechte mit israelischen Sicherheitskräften auf dem Tempelberg (Facebook-Seite QUDSN, 13. September 2015)

Palästinenser liefern sich Gefechte mit israelischen Sicherheitskräften auf dem Tempelberg (Facebook-Seite QUDSN, 13. September 2015)

Ein Bus wird von Palästinensern in Ras-El-Amud in Ostjerusalem mit Brandsätzen beworfen  und geht in Flammen auf (Facebook-Seite QUDSN, 17. September 2015)

Ein Bus wird von Palästinensern in Ras-El-Amud in Ostjerusalem mit Brandsätzen beworfen und geht in Flammen auf (Facebook-Seite QUDSN, 17. September 2015)

Die Ausreise von 500 Pilgern aus dem Gazastreifen, finanziert vom saudischen König (Facebook-Seite Schahab, 17. September 2015)

Die Ausreise von 500 Pilgern aus dem Gazastreifen, finanziert vom saudischen König (Facebook-Seite Schahab, 17. September 2015)

Das Treffen zwischen Khaled Masch’al und dem türkischen Präsidenten

Das Treffen zwischen Khaled Masch’al und dem türkischen Präsidenten

Als Reaktion auf den Beschluss der USA veröffentlichte die Hamas ein Plakat mit den Bildern der drei Betroffenen, von rechts nach links: Rouchi Maschtaha, Mohammed Deif und Yachiye Sanwar, überschrieben mit den Worten „Unsere Anführer verbreiten Schrecken unter unseren Feinden“ (Facebook-Seite PALDF, 7. September 2015)

Als Reaktion auf den Beschluss der USA veröffentlichte die Hamas ein Plakat mit den Bildern der drei Betroffenen, von rechts nach links: Rouchi Maschtaha, Mohammed Deif und Yachiye Sanwar, überschrieben mit den Worten „Unsere Anführer verbreiten Schrecken unter unseren Feinden“ (Facebook-Seite PALDF, 7. September 2015)

Hamzeh  Mahmoud Makadad (18)  aus dem Flüchtlingslager A-Schati in Gaza kam in den Reihen des IS bei Kämpfen im Irak ums Leben (Twitter-Account Gaza Alan, 19. September 2015).

Hamzeh Mahmoud Makadad (18) aus dem Flüchtlingslager A-Schati in Gaza kam in den Reihen des IS bei Kämpfen im Irak ums Leben (Twitter-Account Gaza Alan, 19. September 2015).

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  • Im Mittelpunkt der Ereignisse der letzten beiden Wochen stand die Eskalation des “Volkswiderstandes” auf dem Tempelberg, in den  Vierteln Ostjerusalems entlang der ehemaligen Grenzlinie und in anderen Vierteln im Ostteil der Stadt. Die Zusammenstöße weiteten sich auf weitere Brennpunkte in Judäa und Samaria aus. All das vor dem Hintergrund intensiver Hetze der Hamas und anderer Terrororganisationen.
  • Ein Zivilist starb in der Nähe seines Wohnorts im Viertel Arnona in Südjerusalem als sein Auto mit Steinen beworfen wurde. Bei den Zusammenstößen gab es zudem Verletzte unter den israelischen Sicherheitskräften und unter den Palästinensern.
  • Der israelischen Ministerpräsident berief eine Kabinettsondersitzung ein, um über die Lage in Jerusalem und Umgebung zu beraten, worauf einige Maßnahmen beschlossen wurden, um dem Gesetz mehr Nachachtung zu verschaffen und härtere Strafen gegen Verstöße gegen die öffentliche Ordnung zu verhängen. Gleichzeitig stellte der Premierminister klar (als Reaktion auf die Hetze von palästinensischer Seite), dass Israel nicht beabsichtige, den Status quo auf dem Tempelberg zu ändern.
  • Vom Gazastreifen aus wurden in den letzten Tagen ein paar Raketen auf Israel abgefeuert. Eine Rakete ging in der Stadt Sderot nieder, eine zweite konnte vom Abwehrsystem „Eiserne Kuppel“ im Umkreis von Aschkelon abgefangen werden. Als Reaktion griff die israelische Luftwaffe drei Ziele der Hamas im Gazastreifen an.

 

Ein Toter bei Anschlag mit Steinen
  • Ein israelischer Autofahrer kam ums Leben, als sein Auto in der Nähe des Viertels Arnona in Südjerusalem mit Steinen beworfen wurde. Beim Getöteten handelt es sich um Alexander Levlovitz (64) aus Jerusalem. Er befand sich zusammen mit zwei Frauen in seinem Auto auf dem Heimweg nach dem Festtagsmahl. Auf der Straße in der Nähe des Viertels Arnona wurde sein Auto mit Steinen angegriffen. Der Fahrer erlitt einen Herzinfarkt und verlor die Kontrolle über das Fahrzeug, worauf es von der Straße abkam und mit einem Pfosten zusammenstieß. Der Fahrer verstarb später im Krankenhaus. Die beiden Mitfahrerinnen wurden leicht verletzt (ynet, 14. September 2015).
Raketen- und Mörsergranaten auf israelisches Gebiet
  • Im Verlaufe der vergangenen Tage kam es zu einigen Raketenangriffen auf israelisches Gebiet. Eine Rakete ging in der Stadt Sderot nieder, eine weitere wurde im Umland von Aschkelon vom Abwehrsystem „Eiserne Kuppel“ abgefangen. Nachfolgend die Raketenabschüsse und -einschläge im Einzelnen:
  • Am 18. September 2015 wurde aus dem Gazastreifen eine Rakete auf Aschkelon abgeschossen.Die Rakete konnte vom Abwehrsystem „Eiserne Kuppel“ abgefangen werden. Niemand wurde verletzt, und es entstand kein Sachschaden (IDF-Presseamt, 18. September 2015). Zum ersten Mal seit der Operation „Fels in der Brandung fing das Abwehrsystem „Eiserne Kuppel“ eine Rakete aus dem Gazastreifen ab. Eine dem IS nahestehende Gruppierung, die sich Scheich Amar Chadid-Bet Al-Maqdis nennt, übernahm die Verantwortung für den Beschuss. In einer Erklärung hieß es, mit dem Beschuss soll der Kampf um die Akqsa-Moschee unterstützt werden (Twitter-Account der Gruppierung vom 19. September 2015). Diese Gruppierung erklärte sich  für die meisten Raketenangriffe der letzten Zeit aus dem Gazastreifen verantwortlich.
  • Am 17. September 2015 wurde der Einschlag einer Rakete bei Sderot registriert. Bei diesem Zwischenfall kam niemand zu Schaden, aber es wurden Autos beschädigt (IDF-Presseamt, 17. September 2015). Keine Gruppierung oder Organisation übernahm dafür die Verantwortung.
  • In der Nacht auf den 15. September 2015 wurden einige Raketen aus dem Zentrum des Gazastreifens auf Israel abgefeuert. Eine Rakete fiel auf ein Haus in Dir El-Balach, die restlichen gingen im freien Gelände im Gazastreifen nieder. Dabei kam niemand zu Schaden (Facebook-Seite Red Alert, 15. September 2015).
Die israelische Reaktion auf den Raketenbeschuss
  • Als Reaktion auf den Raketenbeschuss griff die israelische Luftwaffe in der Nacht vom 18. auf den 19. September 2015 drei Ziele der Hamas-Terrorinfrastruktur im Nordteil des Gazastreifens an (IDF-Presseamt, 19. September 2015). Palästinensische Medien berichteten über einen Angriff auf eine Einrichtung bei Dschabalija und auf eine weitere Einrichtung im Raum Bet Chanun (Quds.net, 19. September 2015).

[*]   Aufgrund der Festtage erscheint die nächste Ausgabe erst nach Sukkot. Wir wünschen unseren Lesern frohe Festtage und Schana Tova.
[2]   Stand vom 20. September 2015. Mörsergranatenbeschuss und Beschuss durch Raketen, die noch im Gazastreifen niedergingen, nicht inbegriffen.
[3]   Mörsergranatenbeschuss und Beschuss durch Raketen, die noch im Gazastreifen niedergingen, nicht inbegriffen.
[4]   Eines der Hauptzugangstore für Moslems zum Tempelberg. Liegt direkt neben der Klagemauer.
[5]   Einer der Hauptzugänge der Moslems zum Tempelberg. Befindet sich im Westteil der Altstadt.
[6]   Als Marabitun wird die Gruppe von jungen Moslems bezeichnet, die den Tempelberg beschützen. Ihre Aktivitäten werden unter anderem von der Nordfraktion des Islamischen Bewegung in Israel finanziert. Die Marabitun, wie auch die parallele weibliche Organisation Marabitat, wurden jüngst vom israelischen Verteidigungsminister zu verbotenen Organisationen erklärt.
[7]   Dutzende von Zwischenfällen mit Steinwürfen werden vom Bericht nicht erfasst.