Update: Der Terror und der israelisch-palästinensische Konflikt (26. August – 01. September 2015)

Anstieg der Anschläge im Rahmen des

Anstieg der Anschläge im Rahmen des "Volkswiderstands" in Judäa, Samaria und Jerusalem.

Palästinenser im Dorf Kadum schleudern Steine auf israelische Sicherheitskräfte  während der wöchentlichen Demonstration gegen die Siedlungen

Palästinenser im Dorf Kadum schleudern Steine auf israelische Sicherheitskräfte während der wöchentlichen Demonstration gegen die Siedlungen

Zusammenstöße im Dorf Barkin  (Facebook-Seite der Quds Net, 1. September 2015)

Zusammenstöße im Dorf Barkin (Facebook-Seite der Quds Net, 1. September 2015)

Sprengsätze, die Palästinenser bei den Zusammenstößen im Dorf Barkin auf die Sicherheitskräfte warfen

Sprengsätze, die Palästinenser bei den Zusammenstößen im Dorf Barkin auf die Sicherheitskräfte warfen

Die Einweihung eines Denkmals für Mitglieder des Marinekommandos des militärischen Arms der Hamas, die während der Operation

Die Einweihung eines Denkmals für Mitglieder des Marinekommandos des militärischen Arms der Hamas, die während der Operation "Fels in der Brandung" getötet wurden

Die Einweihung eines Denkmals für Mitglieder des Marinekommandos des militärischen Arms der Hamas, die während der Operation

Die Einweihung eines Denkmals für Mitglieder des Marinekommandos des militärischen Arms der Hamas, die während der Operation "Fels in der Brandung" getötet wurden

Die Einweihung eines Denkmals für Mitglieder des Marinekommandos des militärischen Arms der Hamas, die während der Operation

Die Einweihung eines Denkmals für Mitglieder des Marinekommandos des militärischen Arms der Hamas, die während der Operation "Fels in der Brandung" getötet wurden

Die Abschlussfeier des Kurses der PFLP zur militärischen Selbstverteidigung von Mädchen

Die Abschlussfeier des Kurses der PFLP zur militärischen Selbstverteidigung von Mädchen

Mahmud Abbas während des Treffens mit König Abdullah von Jordanien

Mahmud Abbas während des Treffens mit König Abdullah von Jordanien

  • Während der vergangenen Woche wurde ein weiterer Raketenabsturz im westlichen Negev registriert.Eine Organisation, die mit der IS (ISIS) assoziiert ist und bereits Verantwortung für vergangene Angriffe übernommen hatte, bekannte sich auch zu diesem Angriff.Als Reaktion griff ein Flugkörper der israelischen Luftwaffe eine Waffenproduktionsstätte der Hamas an.Die Hamas ist zwar an der Aufrechterhaltung der Waffenruhe interessiert, bisher ist es ihr jedoch nicht gelungen, den Raketenangriffen durch diese, mit der IS (ISIS) assoziierten, Organisation ein Ende zu setzen.
  • In Judäa, Samaria und in Jerusalem dauert der Volksterror an und drückt sich durch Messer- und Auto-Angriffe, bzw. dem Wurf von Steinen und Molotow-Cocktails, aus.Darüber hinaus wurde ein bewaffneter Angriff in der Nähe der Siedlung Kedumim (im Samaria) verübt. Dabei wurde aus einem palästinensischen Fahrzeug auf ein israelisches geschossen.Der Fahrer des israelischen Fahrzeugs wurde dabei leicht verletzt.Im vergangenen Jahr gab es mehrere solcher Angriffe, bei denen aus palästinensischen Fahrzeugen geschossen wurde.
Raketen- und Mörsergranatenbeschuss auf Israel
  • Am 26. August 2015 wurde gegen Mitternacht ein Raketenabsturz auf israelischem Gebiet registriert. Das Geschoss landete auf einer freien Fläche im Gebiet des Regionalrats Eschkol, zwischen dem Sicherheitszaun und einer der dortigen Gemeinden. Es gab keine Verletzten und es wurden keine Schäden verursacht (Sprecher des Regionalrats Eschkol, 27. August 2015). Eine Dschihad-Organisation im Gazastreifen namens "Bataillon Scheich Omar Hadid", die mit der IS (ISIS) assoziiert ist,bekannte sich zum Abschussdieser Rakete (Twitter-Account der Organisation, 27. August 2015). Eine weitere Rakete wurde am 1. September 2015 auf Israel abgefeuert. Diese landete jedoch innerhalb des Gazastreifens.
  •  Als Reaktion griff ein Flugkörper der israelischen Luftwaffe eine Waffenproduktionsstätte der Hamas im mittleren Gazastreifen an (IDF Sprecher, 27. August 2015). Nach palästinensischen Berichten wurde ein Trainingslager des militärischen Arms der Hamas in der Gegend des Flüchtlingslagers Nuseirat im zentralen Gazastreifen angegriffen (Facebook-Seite der Nationalen Widerstandsbrigaden, 27. August 2015).

Links: Angriff der israelischen Luftwaffe im Flüchtlingslager Nuseirat im mittleren Gazastreifen (Facebook-Seite der Nationalen Widerstandsbrigaden, 27. August 2015) Rechts: Bekanntmachung der Organisation mit der Bekennung zum Raketenangriff  (Twitter-Account @watheqpress, 27. August 2015)
Links: Angriff der israelischen Luftwaffe im Flüchtlingslager Nuseirat im mittleren Gazastreifen (Facebook-Seite der Nationalen Widerstandsbrigaden, 27. August 2015) Rechts: Bekanntmachung der Organisation mit der Bekennung zum Raketenangriff  (Twitter-Account @watheqpress, 27. August 2015) 

Dieser Vorfall fügt sich in eine Reihe von früheren Raketenangriffe ein, die in den letzten Monaten von der Organisation, die mit IS (ISIS) assoziiertist und sich selbst "Bataillon Scheich Omar Hadid" nennt, verübt wurden. Die Hamas ist an der Aufrechterhaltungder Waffenruhe interessiert, ist jedoch nicht imstande, diesem Phänomen ein Ende zu setzen.

Raketen- und Mörsergranatenbeschuss auf Israel

Messer-Angriff am Jerusalemer Damaskus-Tor
  • In den Abendstunden des 26. August 2015 wurde ein Grenzpolizist bei einem versuchten Terroranschlag in der Nähe des Jerusalemer Damaskus-Tors am Bein verletzt. Ein Palästinenser näherte sich den Beamten der Grenzpolizei, die in der Altstadt patrouillierten, und versuchte, sie anzugreifen. Die Beamten überwältigten den Täter und nahmen ihn fest. Dabei wurde einer von ihnen am Bein verletzt.
  • Der unter Verdacht stehende Attentäter ist Mahmud Atta Muammar aus Hebron (56). Dabei handelt es sich um einen Terroristen, der bereits in der Vergangenheit für den Mord an Professor Menachem Stern im Jahr 1989 im Jerusalemer Kreuztal nahe dem Israel-Museum im israelischen Gefängnis saß und 2013 im Rahmen der dritten Phase der Gefangenenfreilassung entlassen wurde. Seinen Angaben zufolge nahm er sich vor, Polizisten anzugreifen. Dafür besorgte er sich eine Axt und ein Messer. Als er die Grenzpolizisten erkannte, trat er hinter sie und versuchte, sie mit der Axt zu erschlagen (Facebook-Seite der israelischen Polizei, 26. August 2015).
  • Sami Abu Zuhri, Sprecher der Hamas, lobte den Angriff und rief zur Fortsetzung aller Angriffe gegen die "Judaisierungspolitik und die israelischen Verbrechen" auf (Dunia al-Watan, 26. August 2015).
Ein Auto-Angriff im Hebrongebirge
  • Am 29. August 2015näherte sich ein Fahrzeug dem Wachposten an der Kreuzung südlich von Hebron und versuchte, vier der dort stationierten Soldaten zu überfahren. Das Fahrzeug traf einen der Soldaten am Bein und floh von der Stelle. IDF-Kräfte schossen auf das Fahrzeug. Später wurde die Gegend durchsucht, um den Fahrer aufzuspüren. Der Soldat erlitt nur leichte Verletzungen und musste nicht evakuiert werden (Facebook-Seite von MivzakLive, 29. August 2015).
Ein bewaffneter Anschlag an der Kreuzung Jit
  • Am 30. August 2015wurde ein israelischer Zivilist an der Kreuzung Jit (in der Nähe von Kedumim) durch Schüsse verletzt, als in Richtung seines Fahrzeugs vier Geschosse wohl von einem vorbeifahrenden Fahrzeug abgefeuert wurden. Der Fahrer, der durch Granatsplitter verletzt wurde, erreichte die Einfahrt zur Siedlung Kedumim und wurde von dort aus in ein Krankenhaus evakuiert. Im vergangenen Jahr gab es mehrere solcher Angriffe, bei denen aus palästinensischen Fahrzeugen geschossen wurde.
Demonstrationen, Zusammenstößeund "Volksterror"
  • Im Verlauf der vergangenen Woche wurden die "Routinegewalt" und die gewalttätigen Auseinandersetzungen sowohl an den "traditionellen" Reibungspunkten in Judäa und Samaria, als auch in den Nachbarschaften Ost-Jerusalems als Teil des sogenannten"Volkswiderstands" weitergeführt.Diese kamen überwiegend durch Angriffe mit Molotow-Cocktails und Steinen gegen israelische Sicherheitskräfte und Zivilisten zum Ausdruck. Während der vergangenen Woche zeichnete sich die Vielzahl der Vorfälle in Jerusalem und deren Umgebung ab.
  • Im Folgenden einige weitere nennenswerte Ereignisse:
  • In der Nacht vom 31. August zum 1. September 2015bemühten sich israelische Sicherheitskräfte um die Festnahme eines hochrangigen Aktivisten der Hamas im Dorf Barkin (westlich von Dschenin).Die Sicherheitskräfte umstellten das Haus, in dem sich der Terrorist aufhielt, und zerstörten es. Währenddessen randalierten Hunderte von Palästinensern in der Gegend und warfen Steine, Molotow-Cocktails und improvisierte Sprengsätze auf Sicherheitskräfte. Hierdurch wurde ein Soldat mittelschwer verletzt (IDF Sprecher, 1. September 2015). Das Haus gehörte Madschdi Abu al-Hija (40),einhochrangiger Aktivist der Hamas in Judäa und Samaria, der zusammen mit seinem Bruderund seinem Sohn verhaftet wurde. Die palästinensischen Medien berichteten, dass mindestens fünf weitere Personen auf palästinensischer Seite verletzt wurden (Quds Net; Wafa; Facebook-Seite derPLADF,1. September 2015).

Poster der Hamas mit dem Foto von Madschdi al-Hija (in der Mitte), seinem Sohn(links) und seinem Bruder Alaa (rechts) Die Überschrift lautet: "Abu al-Hija... Die Familie der Märtyrer und der Gefangenen ist eine uneinnehmbare Festung des Widerstands". Oben sind die Fotos der Brüder von Madschdi und Alaa zu sehen, zwei Hamas-Aktivisten, die 1994 getötet wurden. Die zwei Embleme unten stehen für die Kampagne "Ich stelle mich für dich, al-Aqsa" (links) und für die Hamas (rechts) (Facebook-Seite der PALDF, 1. September 2015)
Poster der Hamas mit dem Foto von Madschdi al-Hija (in der Mitte), seinem Sohn(links) und seinem Bruder Alaa (rechts) Die Überschrift lautet: "Abu al-Hija... Die Familie der Märtyrer und der Gefangenen ist eine uneinnehmbare Festung des Widerstands". Oben sind die Fotos der Brüder von Madschdi und Alaa zu sehen, zwei Hamas-Aktivisten, die 1994 getötet wurden. Die zwei Embleme unten stehen für die Kampagne "Ich stelle mich für dich, al-Aqsa" (links) und für die Hamas (rechts) (Facebook-Seite der PALDF, 1. September 2015)

  • Am 31. August 2015 wurde ein Sprengsatz auf den Platz geworfen, der sich in der Nähe von Rachels Grab befindet. Eine Person wurde leicht verletzt und eine andere erlitt einen Schock (Facebook-Seite von MivzakLive, 31. August 2015).
  • Am 30. August 2015 wurden Steine auf die Jerusalemer Stadtbahnin der Gegend vonSchuafatgeworfen Es gab keine Verletzten, jedoch wurden die Scheiben des Zugs beschädigt. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich auch am 27. August 2015 (Facebook-Seite von MivzakLive, 27. und 31. August 2015).
  • Am 27. August 2015 warfenPalästinenser Steine auf ein israelisches Fahrzeug, das auf der Schnellstraße 446 in der Nähe von Na'alin fuhr.Die Fahrzeugfahrerin wurde leicht verletzt (Facebook-Seite von MivzakLive, 27. August 2015).
  • Am 27. August 2015 wurde ein Sprengsatz auf israelische Sicherheitskräftein Dscheningeworfen, die vor Ort eine Routinepatrouille durchführten. Die Ladung explodierte.Es gab jedoch keine Verletzten und es wurden keine Schäden verursacht (Facebook-Seite von MivzakLive, 27. August 2015).
  • Am 28. August 2015 wurden Steine auf ein israelisches Fahrzeuggeworfen, dasauf der Schnellstraße 443in der Nähe des Dorfes Bet Ur al-Tahta fuhr.Es gab keine Verletzten und es wurden keine Schäden verursacht (Facebook-Seite von MivzakLive, 28. August 2015).
  • Am 27. August 2015 wurdenMolotow-Cocktails auf einem Busgeworfen, dernördlich von der Kreuzung Halhul(Region Hebron) fuhr.Ein Molotow-Cocktail explodierte und brannte auf der Straße. Es gab keine Verletzten und es wurden keine Schäden verursacht(Facebook-Seite von MivzakLive, 27. August 2015).
  • Am 26. August 2015 warfen maskierte Palästinenser Steine und Molotow-Cocktails auf eine Einheit der Grenzpolizei,die in der Nachbarschaft von Abu Tor eine Routinepatrouille durchführte.Ein Molotow-Cocktail traf dabei eines der Fahrzeuge, das Feuer fing.Einer der Soldaten wurde mit einer Rauchvergiftung leicht verletzt (Facebook-Seite der israelischen Polizei, 26. August 2015).
Anstieg der gewaltsamen Zwischenfälle in Ost-Jerusalem
  • Aus Angaben, die das Ministerium für Bau und Behausung – auch für den Sicherheitsbetrieb im Gebiet der Jerusalemer Altstadt verantwortlich –, kürzlich veröffentlichte, geht hervor, dass in den Monaten Juni und Juli 2015 Hunderte von Fällen registriert wurden, bei denen Steine und Molotow-Cocktails im Gebiet der Altstadt von Jerusalem und auf dem Ölberg geworfen wurden. Diese Statistiken enthalten nicht die Angriffe, die in den Stadtteilen von Ost-Jerusalem (Schuafat, Bet Hanina, Issawija, Dschebel Makaber u. a.) ausgeführt wurden. Die Angaben erfassen während dieser Monate 580 gewalttätige Zwischenfälle, die gegen israelische Zivilisten und Sicherheitskräfte verübt wurden. Die meisten der Vorfälle (477) beziehen sich auf Steinwürfe auf Fahrzeuge. 28 Vorfälle beziehen sich auf den Wurf von Molotow-Cocktails. Zudem wurden Glasflaschen und Böller geworfen und Eigentum wurde beschädigt (ynet Nachrichten 26. August 2015).
Terrorzelle wegen Planung eines Angriffs gegen Gläubige am Grab Josephs in Nablus festgenommen
  • Israelische Sicherheitskräfte nahmen eine vierköpfige Terrorzelle fest, Bewohner von Tulkarm, Nablus und Dschenin. Die Zellenmitglieder planten, einen Sprengsatzangriff auf jüdische Gläubige am Grab Josephs in Nablus, die unkoordiniert mit den Sicherheitskräften das Grab besuchen, auszuführen. Diese müssen aus Sicherheitsgründen mit dem Militär koordiniert werden.Aufgrund ihrer Vernehmung wurde bekannt, dass jedes Mitglied autonom handelte und eine spezifische Aufgabe zugewiesen bekam, einschließlich des Erwerbs von Waffen, Informationsgewinnung und der praktischen Ausführung des Angriffs.Zudem wurde bekannt, dass die Federführung der Zelle in den Händen von Rafat Mohammad Derwisch lag, ein Aktivist des Islamischen Dschihad in Palästina(PIJ) aus dem Gazastreifen. Dieser organisierte auch die Lieferung von Waffen an die Zellenmitglieder (Schin Bet, 25. August 2015).
Eröffnung des neuen Schuljahrs im Gazastreifen
  • Am24. August 2015 begann das neue Schuljahr im Gazastreifen, nachdem das UNRWA die hierzu erforderlichen Mittel eingesammelt hatte. Unmittelbar nach der Eröffnung des Schuljahres führten jedoch Proteste von Eltern über die überfüllten Klassenräume zum Abbruch des Unterrichts. Diesem Streik sind auch die staatlichen Schulen beigetreten, als Teil eines Generalstreiks, der von der Beamtengewerkschaft ausgerufen wurde. Adnan Abu Hasna, PR-Berater des UNRWA, sagte, dass der Streik die Lage nur erschweren wird, da die Geberländer wegen der Ausfallzeiten im Unterricht ihre Bereitstellung von Mitteln an das Hilfswerk beeinflussen könnten. Seinen Worten zufolge führt der Streik dazu, dass sich 250.000 Kinder auf den Straßen befinden (Radio Sawa, 26. August 2015).
  • Am29. August 2015 gab das UNRWA bekannt, dass Kuwait ihm eine Spende in Höhe von US$ 15 Millionen für das Bildungssystem überwies. Gemäß des Hilfswerks soll die Spende dazu beitragen, das Schuljahr in einer besser organisierten Art und Weise zu öffnen (Palestine al-Yawm, 29. August 2015). Dieses wurde allerdings nach einer Woche wieder eröffnet. Der Rat der Eltern in den UNRWA-Schulen kündigte das Einfrieren aller Proteste bis zum 10. September, auf Antrag des UNRWA-Kommissars, an (Sama, 30. August 2015).
De Ägyptische Armee baut die Pufferzone aus
  • Palästinensischen und ägyptischen Medienberichten zufolge begann die ägyptische Armee am 25. August 2015 mit Ausgrabungen eines Kanals entlang der Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen in der Nähe von Rafah. Dieser Kanal soll als weiteres Mittel des ägyptischen Kampfes gegen das Phänomen der Schmuggel-Tunnel dienen und den Bau von neuen Tunneln somit unmöglich machen. Ägyptische Armee-Quellen gaben bekannt, dass der Kanal eine Länge von 13 km, eine Tiefe von 20 m und eine Breite von 20 m haben wird. Lokale Beamte im ägyptischen Teil von Rafah äußerten ihre Besorgnis und ihre Unzufriedenheit mit den Schritten der ägyptischen Armee in der Region (Facebook-Seite der QUDSN; al-Hadath, 25. und 27. August 2015).
Aktivist des militärischen Arms der Hamas bei Ausgrabungen eines Angrifftunnels getötet

Der militärische Arm der Hamas veröffentlichte einer Erklärung über den Tod von Anwar Faradsch al-A'lban (24) während der Ausgrabungsarbeiten in "einem der Widerstandstunnel" östlich von Khan Junis (Website der Kassam Brigaden der Hamas, 29. August 2015). Ismail Haniyya, stellvertretender Vorsitzender des Politbüros der Hamas und andere führende Politiker der Hamas, erstatteten der Familie des Getöteten Beileidsbesuche (Website der Alresalah.net, 31. August 2015).

Links: Anwar Faradsch al-A'lban (Facebook-Seite der Schahab, 29. August 2015) Rechts: Erklärung im Namen der Kassam Brigaden über den Tod von Anwar Faradsch al-A'lban (Website der Kassam Brigaden, 28. August 2015)
Links: Anwar Faradsch al-A'lban (Facebook-Seite der Schahab, 29. August 2015) Rechts: Erklärung im Namen der Kassam Brigaden über den Tod von Anwar Faradsch al-A'lban (Website der Kassam Brigaden, 28. August 2015)

Salafistische Aktivität im Gazastreifen
  • Eine salafi Quelle im Gazastreifen berichtete, dass etwa Einhundert Dschihad-Aktivisten im Gazastreifen die der Salafi-Strömung angehören, die der IS (ISIS) gegenüber einen Treueid geschworen haben.Abu al-Ainaa al-Ansari, ein hochrangiger Salafi Beamter im Gazastreifen, wurde um seine Stellungnahme gebeten. Er verweigerte jedoch jegliche Erklärung zu diesem Thema (WND 24. August 2015).
  • DasIbn Taymiyyah Studien- und Da'wah-Zentrum, das mit der Salafia im Gazastreifen assoziiert wird, veröffentlichte einen Trauer-Poster zum Gedenken an einen Bewohner des Flüchtlingslagers a-Schati im Gazastreifen, der im Irak getötet wurde. Nach dem Text des Posters verübte Abdullah al-Dschamal, bekannt als Abu Hamza aus Gaza, ein Selbstmordanschlag der IS (ISIS) gegen die irakische Armee im Gouvernement von al-Anbar (Twitter-Account ابن تيمية للإعلام@bentymeia0008, 28. August 2015).
  • Es wurde berichtet, dass Abdullah al-Dschamal (24)ein Aktivist des militärischen Arms der Hamas war. Er verließ den Gazastreifen vor einigen Monaten ohne Vorankündigung und ging in die Türkei. Nach einem Monat Aufenthalt in der Türkei, überquerte er die Grenze nach Syrien und gelang später in den Irak (Qudsnews, 28. August 2015). Auf seiner Facebook-Seite wird sein Name mit Abu Hamza Abdullah (Abu Hamza al-Ramlawi) angegeben. Auf dieser Seite veröffentlichte er eigene Fotos, die während seines Aufenthalts in der Türkei, offenbar auf dem Weg in den Irak, aufgenommen wurden (Facebook-Seiteابوحمزةعبدالله, 26. Juni 2015).
Fotos von der Facebook-Seite von Abdullah al-Dschamal (Abu Hamza Abdullah) Links: Als Aktivist der IS (ISIS) im Irak; Rechts: Während seines Aufenthalts in Istanbul, Türkei. (Facebook-Seite ابوحمزةعبدالله, 26. Juni 2015)
Fotos von der Facebook-Seite von Abdullah al-Dschamal (Abu Hamza Abdullah) Links: Als Aktivist der IS (ISIS) im Irak; Rechts: Während seines Aufenthalts in Istanbul, Türkei. (Facebook-Seite ابوحمزةعبدالله, 26. Juni 2015)

Das Trauer-Poster zum Gedenken an Abdullah al-Dschamal, das vom Ibn Taymiyyah Studien- und Da'wah-Zentrum veröffentlicht wurde, das mit der Salafia im Gazastreifen assoziiert wird (Twitter-Account ابن تيمية للإعلام ‏@bentymeia0008, 28. August 2015)
Das Trauer-Poster zum Gedenken an Abdullah al-Dschamal, das vom Ibn Taymiyyah Studien- und Da'wah-Zentrum veröffentlicht wurde, das mit der Salafia im Gazastreifen assoziiert wird (Twitter-Account ابن تيمية للإعلام ‏@bentymeia0008, 28. August 2015)

Zeremonie des militärischen Arms der Hamas zu Ehren der getöteten Mitglieder des Marinekommandos
  • Am 26. August 2015veranstaltete der militärische Arm der Hamas eine Zeremonie zu Ehren der bei der Operation "Fels in der Brandung" getöteten Mitglieder seines Marinekommandos. Dabei wurde ein Denkmal am Strand enthüllt. In seiner Rede sagte Abu Obeida, Sprecher der Kassam Brigaden der Hamas, dass die Operation "Fels in der Brandung" ein strategischer Wandel und eine "historische Periode" in der Geschichte des Dschihad bedeuteten. In einer Botschaft, die er an Israel richtete, sagte er, dass die Geduld des palästinensischen Volks und des "Widerstands" sein Ende finden würde, falls die Blockade des Gazastreifens nicht aufgehoben wird (al-Aqsa TV, 26. August 2015).
Abschlussfeier der PFLP
  •  Die Demokratische Volksfront zur Befreiung Palästinas(PFLP)veranstaltete eine Zeremonie anlässlich eines Kursabschlusses zur militärischen Selbstverteidigung von Mädchen, der im Rahmen des Programms "Pioniere der Rückkehr" stattfand (Dunia al-Watan, 30. August 2015). Dieser Kurs wurde wie auch andere während der Sommerlager durchgeführt, in denen etwa Eintausend junge Männer und Frauen eine militärischen Ausbildung erhielten.Zudem erhielten die Jungendlichen sportliche Trainingskurse und nahmen an kulturellen Aktivitäten teil (Facebook-Seite der Qudsnet, Dunia al-Watan, 29. August 2015).
Aktivität der DFLP
  • Aktivisten des militärischen Arms der Demokratischen Front zur Befreiung Palästinas(DFLP)veranstalteten ein Sommerlager für Dutzende von Schülern aus Grundschulen und Gymnasien im Gazastreifen. Im Rahmen dieses Sommercamps erhielten die Jugendlichen eine militärische Ausbildung und wurden mit Schusswaffen vertraut gemacht. Ziad Jarghun, Mitglied des Politbüros der Demokratischen Front zur Befreiung Palästinas, der die Camp-Teilnehmer besuchte, sagte, dass sie die "Generation der Befreiung sind und die Flagge des Widerstands tragen" (Facebook-Seite der Nationalen Widerstandsbrigaden, 26. August 2015). Ziad Jarghun rief die Aktivisten auf, ihre Ausbildung und Vorbereitungen für eine mögliche Konfrontation mit Israel fortzusetzen (Facebook-Seite der Nationalen Widerstandsbrigaden, 28. August 2015).

Links: Besuch von Ziad Jarghun, Mitglied des Politbüros der DFLP bei den Aktivisten des militärischen Arms seiner Partei im nördlichen Gazastreifen Rechts: Die Teilnehmer des Sommer-Camps des militärischen Arms der DFLP  (Facebook-Seite der Nationalen Widerstandsbrigaden, 26. und 28. August 2015)
Links: Besuch von Ziad Jarghun, Mitglied des Politbüros der DFLP bei den Aktivisten des militärischen Arms seiner Partei im nördlichen Gazastreifen Rechts: Die Teilnehmer des Sommer-Camps des militärischen Arms der DFLP  (Facebook-Seite der Nationalen Widerstandsbrigaden, 26. und 28. August 2015)

Die Frage der vier im Sinai gekidnappten Palästinenser aus dem Gazastreifen
  • Die Frage der vier Palästinenser aus dem Gazastreifen, die am 19. August 2015 auf der Sinai-Halbinsel während einer Busfahrt zwischen Rafah und dem Flughafen Kairo gekidnappt wurden, beschäftigt weiterhin hohe Beamte in der Hamas, die einen Zeigefinger in Richtung der ägyptischen Regierung weisen. Muschir al-Masri, ein Sprecher im Namen derHamas, sagte, dass Israel der einzige Nutznießer des Vorfalls sei. Seinen Worten zufolge werden die Kontakte mit der ägyptischen Seite weitergeführt. Er forderte Ägypten auf, "Worte in Taten umzusetzen und Auskunft über die Geiseln zu liefern" (Safa Nachrichtenagentur, 30. August 2015). Auf der anderen Seite behauptet Ägypten, an der Entführung nicht beteiligt gewesen zu sein. Nach Angaben einer ägyptischen Quelle verfolgt Ägypten die Frage und koordiniert alles Notwendige mit der Hamas (Alresalah.net Website, 30 August 2015).
Äußerungen von Ramadan Shallah
  • In einem Interview, das Ramadan Abdullah Mohammad Shallah,Generalsekretär des Islamischen Dschihadin Palästina einem libanesischem TV-Kanal gewährte, nahm er Stellung auf eine Reihe von Fragen, die sich unter anderem auf die Tagesordnung seiner Organisation beziehen (al-Mayadeen-TV, 28. August 2015):
  • Raketenbeschuss auf Israel –Shallah bestritt israelische Berichte, wonach der PIJ die Raketen aus Syrien abfeuerte.Gemäß der gegebenen Situation in Syrien, habe die PIJ dort keine Präsenz mit Ausnahme einer "minimalen Präsenz" in Damaskus. Seinen Worten zufolge ist die Aktivität seiner Organisation in Syrien nur begrenzt, da die Gegebenheiten vor Ort weder eine diplomatische Tätigkeit, noch die Ausübung eines "Widerstands" ermöglichen.
  • Waffenruheabkommen und der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen– Ein Waffenruheabkommenmit Israel sei als "vorübergehende Situation" zu betrachten, die lediglich zur Linderung der Leiden des palästinensischen Volkes führen soll.Allerdings sollte ein Waffenruheabkommen"nicht geheiligt" werden.Er fügte hinzu,seine Organisation habe kein Problem, die Konsolidierung eines Waffenruheabkommens zu diskutieren, Israel müsse jedoch zu seinen Verpflichtungen stehen.Er betonte gleichzeitig, dass der PIJ keinem langfristigen Abkommen zustimmen wird, das ihn aus dem Konflikt ausschließen wird.
  • Der Hungerstreik der Administrativhäftlinge– Das, was Mohammed al-Laan, Aktivist des PIJ erreicht hatte, sei ein "großartiger Sieg". Israel habe somit eine weitere Niederlage erlitten, nach der letzten Niederlage mit dem Administrativhäftling Khader Adnan. Er betonte, dass der PIJ reagiert hätte, falls Mohammed al-Laan Khader Adnan während seines Hungerstreiks gestorben wären.
  • Die Situation des PIJ heute– Heutzutage gehe es der Organisation viel besser als in der Vergangenheit.Die Fähigkeiten der Organisation sowie ihre Ressourcen haben 
  • Die Außenbeziehungen des PIJ– Die Beziehungen der Organisation zum Iran seien gut.Gemäß der Einstellung des Irans hängen die palästinensische Frage und die Einstellung zu Palästina nicht von sich ändernden Umständen ab. Es sei immer von einer konstanten Verbindung auszugehen. Die Beziehungen zu Katarseien gut.Die Beziehungen mit der Türkei bestehen immer noch, gestalten sich jedoch nicht wie in der Vergangenheit.Die Beziehungen zu Ägyptenseien gut,daÄgypten eine wichtige Rolle in allem spielt, wenn es um die palästinensische Frage geht.
Einberufung des Palästinensischen Nationalrats
  • Salim Saanun, Vorsitzender des Palästinensischen Nationalrats (PNC), gab bekannt, dass er mit Mahmud Abbas die Einberufung des Palästinensischen Nationalrates in Ramallah für den 15. September 2015 festgelegt hat. Während der Sitzung soll ein neues Exekutivkomitee der PLO und ein neues Präsidium des Nationalrats gewählt werden. Dem Palästinensischen Nationalrat gehören 765 Mitglieder an. Das nötige Quorum zur Einberufung der Sitzung steht auf zwei Drittel der Ratsmitglieder.[3] Saanun sagte, dass falls Israel den Ratsmitgliedern aus dem Gazastreifen die Durchreise verweigern sollte, nur eine beschränkte Tagung stattfinden wird, um die Mitglieder des Exekutivkomitees der PLO zu wählen (Wafa Nachrichtenagentur, 27. August 2015).
  • Die Hamas und der PIJ äußerten sich gegen die Einberufung des Nationalrats und behaupteten, dass diese lediglich den persönlichen Interessen von Mahmud Abbas diene. Mussa Abu Marzuk, stellvertretender Leiter des Politbüros der Hamas, sagte, dass die kürzlich eingereichten Rücktrittserklärungen der Mitglieder des Exekutivkomitees nur zum Zwecke der Einberufung einer außerordentlichen Sitzung dienten, ohne zuvor die Zustimmung der Hamas und des PIJ erhalten zu haben (Facebook-Seite von Mussa Abu Marzuk, 30. August 2015). Ismail Radwan, hochrangiges Hamas Mitglied, sagte, dass das Ziel des PNC letztlich sei, das neue Exekutivkomitee der PLO nach der Willkür von Mahmud Abbas wieder zusammenzusetzen (al-Arabi al-Jadeed, 31. August 2015).
Besuch von Mahmud Abbas in Jordanien
  • Am 30. August 2015 traf Mahmud Abbas in Amman mit Jordaniens König Abdullah zusammen. Das Treffen befasste sich mit der Palästinafrage, mit der Jerusalem-Frage und mit den Entwicklungen in der Region. Abbas wurde begleitet von Saeb Erekat, Sekretär des Exekutivkomitees der PLO, Madsched Faradsch, Leiter des palästinensischen Geheimdienstes, und Ata Khairi, Botschafter der PA in Jordanien (Wafa Nachrichtenagentur, 30. August 2015). Jordanischen Quellen zufolge drückte Abbas während der Sitzung seinen Wunsch aus, von seinen Ämtern und vom politischen Leben zurücktreten. Dies, so sagte er, sei wegen der Sackgasse im politischen Prozess mit Israel und den Aktivitäten der Hamas, die darauf abzielen, die innerpalästinensische Versöhnung zu torpedieren (Sama, den 31. August 2015).

[1]    Stand 01. September 2015. Diese Statistiken enthalten keine abgefeuerten Mörsergranaten und keine Raketenabstürze innerhalb des Gazastreifens.
[2]    Diese Statistiken beinhalten nicht den Beschuss mit Mörsergranaten.
[3]   Das letzte Mal, bei dem der Palästinensische Nationalrat vollzählig getagt hat, war 1998 im Gazastreifen, in der Anwesenheit von US-Präsident Bill Clinton. Seitdem tagte der Nationalrat einige Male in kleineren Zusammensetzungen, die allerdings niemals die Anwesenheit der Hälfte der Mitglieder überschritten.