Update: der Terror und der israelisch-palästinensische Konflikt (20.-24. September 2012)

Der Generalstabschef bei der Untersuchung vor Ort (IDF Sprecher, 23. September 2012)

Der Generalstabschef bei der Untersuchung vor Ort (IDF Sprecher, 23. September 2012)

Eine der bei dem Zusammenstoß an der ägyptisch-israelischen Grenze beschlagnahmte Waffe. Ein IDF Soldat wurde dabei getötet.

Eine der bei dem Zusammenstoß an der ägyptisch-israelischen Grenze beschlagnahmte Waffe. Ein IDF Soldat wurde dabei getötet.

Ort des Zusammenstosses an der ägyptisch israelischen Grenze  (IDF Sprecher 21. September 2012)

Ort des Zusammenstosses an der ägyptisch israelischen Grenze (IDF Sprecher 21. September 2012)

Freitagsdemonstration in Bil'in (Wafa, Nachrichtenagentur, 19. September 2012)

Freitagsdemonstration in Bil'in (Wafa, Nachrichtenagentur, 19. September 2012)

Terroristen des militärischen Flügels des Palästinensischen Islamischen Jihads bei einer Militärparade in Sadjahiye, Gaza

Terroristen des militärischen Flügels des Palästinensischen Islamischen Jihads bei einer Militärparade in Sadjahiye, Gaza

Terroristen des militärischen Flügels des Palästinensischen Islamischen Jihads bei einer Militärparade in Sadjahiye, Gaza

Terroristen des militärischen Flügels des Palästinensischen Islamischen Jihads bei einer Militärparade in Sadjahiye, Gaza

Aktivisten der Organisation hängen in den Moscheen im nördlichen Gazastreifen Poster für die zentrale Kundgebung am 4. Oktober auf

Aktivisten der Organisation hängen in den Moscheen im nördlichen Gazastreifen Poster für die zentrale Kundgebung am 4. Oktober auf

Mahmoud Abbas im Gespräch mit dem türkischen Ministerpräsidenten

Mahmoud Abbas im Gespräch mit dem türkischen Ministerpräsidenten

Protestdemonstration in Baalbek

Protestdemonstration in Baalbek

Bei einer Protestkundgebung in Al Aqar im Nordlibanon werden amerikanische und israelische Fahnen verbrannt

Bei einer Protestkundgebung in Al Aqar im Nordlibanon werden amerikanische und israelische Fahnen verbrannt

Von der Hisbollah und Amal organisierte Protestdemonstrationen in Bint Jbeil

Von der Hisbollah und Amal organisierte Protestdemonstrationen in Bint Jbeil

Protestdemonstrationen in Ramallah

Protestdemonstrationen in Ramallah

Protestdemonstrationen nach dem Freitagsgebet auf dem Tempelberg

Protestdemonstrationen nach dem Freitagsgebet auf dem Tempelberg

  • Das herausragende Ereignis der vergangenen Woche war der Zusammenstoß an der ägyptisch-israelischen Grenze, bei dem ein IDF Soldat getötet wurde. Drei mit Sprenggürteln ausgestattete Terroristen wurden getötet. Eine jihadistisch-salafistische Organisation übernahm die Verantwortung. Kampfflugzeuge der IDF konnten einen Terrorangriff aus dem Gazastreifen vereiteln, der über die Sinai Halbinsel geleitet werden sollte. Diese Ereignisse belegen die große Bedrohung, die an der ägyptisch-israelischen Grenze besteht.
  • Am 27. September soll Mahmoud Abbas vor der UN Vollversammlung sprechen und in seiner Ansprache die Anerkennung eines palästinensischen Staates beantragen. Im Vorfeld der Vollversammlung setzt die PA ihre politische Tätigkeit fort, mit dem Ziel, arabisch-muslimische und internationale Unterstützung für ihr Vorgehen zu gewinnen. 
Zusammenstoß an der israelisch-ägyptischen Grenze
  • Am Montag, (dem 21. September) gegen 12.00 Uhr eröffneten drei Terroristen das Feuer auf eine IDF Truppe, die an der ägyptisch-israelischen Grenze (in der Nähe von Har Harif) patrouillierte. Soldaten der Truppe, mit Unterstützung einer weiteren Truppe, die sich in der Nähe befand, stürmten auf die Terroristen zu und schossen zurück. Die drei Terroristen wurden getötet. Bei diesem Zusammenstoß wurde ein IDF Soldat getötet, der zwanzigjährige Obergefreite Nathanel Yahalomi aus Nof Ayalon; ein weiterer Soldat wurde verwundet (IDF Sprecher, 21. September 2012).
  • Bei der Untersuchung des Umfelds wurde festgestellt, dass die Terroristen, die sich in einer Mulde versteckt hatten, zwei Sprengstoffgürtel trugen, – eine Sprengstoffladung explodierte während des Schusswechsels mit den IDF Soldaten. Die Terroristen waren mit Maschinengewehren und drei RPGs ausgestattet. Sie trugen zwar keine Uniformen, sie trugen jedoch Tarnkleidung (IDF Sprecher, 21. September 2012). Die aufgefundene Ausrüstung und die Waffen weisen darauf hin, dass die Terroristen einen großen Terrorangriff geplant hatten.
  • Eine auf der Sinai Halbinsel aktive jihadistisch-salafistische Organisation, Ansar Beit al-Maqdas übernahm die Verantwortung für den Anschlag. In der auf islamistischen Internetseiten hochgeladenen Ankündigung erklärte die Organisation, der Anschlag solle eine Antwort auf den amerikanischen Film darstellen, "der den Propheten Mohammed beleidigt", an dem, so behauptete diese Organisation, Juden beteiligt waren. In der Ankündigung hieß es auch, der Anschlag sei als Rache für den Tod eines Terroristen der Organisation geplant, der im vergangenen August getötet worden war. Der amerikanische Film ("die Unschuld der Muslime") habe jedoch letzten Endes zu der Entscheidung geführt, zuerst den Angriff auf die Ehre des Propheten Mohammed zu rächen und die Rache für den Tod des Mitglieds der Organisation auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Laut der Ankündigung, die nach dem Anschlag veröffentlicht wurde, hatte die Organisation geplant, einen Soldaten zu entführen. Acht israelische Soldaten sollten getötet worden sein – jedoch verschweige Israel die wahre Zahl der Getöteten (Masrawy. Com, 23. September 2012).

Die Organisation Ansar Beit al-Maqdas übernahm die Verantwortung für den Anschlag (www.alwafd.org)
Die Organisation Ansar Beit al-Maqdas übernahm die Verantwortung für den Anschlag (www.alwafd.org)

Anschlagsversuch auf Israel aus der Sinai Halbinsel vereitelt
  • In einer gemeinsamen Aktion der IDF und der Sicherheitsdienste flog die israelische Luftwaffe (am 19. September) Angriffe auf eine Terroristengruppe im südlichen Gazastreifen; diese Gruppe ist Teil einer größeren Organisation namens "Verteidiger El Aksas". Bei dem Angriff wurden zwei Terroristen getötet; sie befanden sich bei den letzten Vorbereitungen für einen Terroranschlag in Israel.
  • Bei den getöteten Terroristen handelt es sich um (IDF Sprecher, 20. September 2012):
  • Anees Abu al-Aneen: Jahrgang1979, aus Rafiach. Anees war in den letzten Jahren an einer Reihe von Anschlagsversuchen beteiligt und auch an Versuchen, Sprengstoffladungen aus dem Gazastreifen über Ägypten nach Israel schmuggeln. Er war auch an der Planung und Ausrichtung von Anschlägen in Judäa und Samarien beteiligt.
  • AshrafMohammed Saleh: Jahrgang 1979, aus Rafiach, war Mitglied der Volkswiderstandkomitees; er war an der Einschleusung von zwei Terroristen nach Ägypten beteiligt, die einen Selbstmordanschlag in Israel durchführen sollten. Er war auch im Waffenhandel aktiv. Ashraf ist der Bruder von Ahmed Yussuf, dem ehemaligen politischen Berater von Ismail Haniyeh, dem Hamas Regierungschef (Safa Nachrichtenagentur, 19. September 2012).
  • In einem Interview erklärte der IDF Sprecher, die Tötung der beiden Terroristen habe den geplanten Anschlag, der aus dem Gazastreifen über die Sinai Halbinsel laufen sollte, verhindert. Bei diesem Anschlag wurden starke Sprengstoffsätze eingesetzt, die fast ausgelöst worden wären. Seinen Worten nach wusste die Hamas von diesem geplanten Anschlag; obwohl die Hamas Hinweise auf die Planung des Anschlags erhielt, unternahm sie keine Schritte, den Anschlag zu verhindern (Interview im Morgenprogramm des Radiosenders Galei Zahal, 20. September 2012).
  • Palästinensische Quellen berichteten, bei dem Angriff seien zwei Menschen getötet und einer schwer verletzt worden. Nach Angaben des Innenministeriums der de facto Hamas Regierung, die eine Beileidsmeldung veröffentlichte, gehörten die Toten den nationalen Sicherheitsdiensten an und wurden während ihres "offiziellen und routinemäßigen" Einsatzes getötet (Safa Nachrichtenagentur, 19. September 2012). Ihab Aliazzin, Leiter der Propagandaabteilung der de facto Hamas Regierung beschuldigte Israel durch seine Luftangriffe auf zivile Ziele "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" zu begehen. Seinen Worten nach gehörten die Verletzten der Grenzübergangsbehörde an, die als zivile Behörde gilt (Palestine Al'aan, 20. September 2012).

Rechts: das Auto, in dem die Terroristen nach dem Anschlag flohen  (Palestine Al'aan, 19. September 2012) Links: Ismail Haniyeh bei einem Beileidsbesuch in Rafiach (Hamas Forum, 22. September 2012)
Rechts: das Auto, in dem die Terroristen nach dem Anschlag flohen (Palestine Al'aan, 19. September 2012) Links: Ismail Haniyeh bei einem Beileidsbesuch in Rafiach (Hamas Forum, 22. September 2012)

Raketenfeuer
  • In der vergangenen Woche wurden auf israelischem Staatsgebiet keine Raketeneinschläge identifiziert.

Raketeneinschläge seit Beginn 2011[1]

Raketeneinschläge seit Beginn 2011
Demonstrationen an den Reibungspunkten
  • Parallel zu den zahlreichen Demonstrationen gegen den Film "die Unschuld der Muslime" nach dem Freitagsgebet in den Moscheen, fanden wir in jeder Woche an den üblichen Reibungspunkten in Judäa und Samarien Demonstrationen statt. Die Demonstranten bewarfen IDF Soldaten mit Steinen – diese mussten in manchen Fällen Maßnahmen zur Zerschlagung von Demonstrationen einsetzen, um die Angreifer abzuwenden. In manchen Fällen wurden israelische Privat- und Militärfahrzeuge mit Molotowcocktails beworfen.
Die palästinensische Autonomiebehörde entdeckt ein Versteck der Hamas im Dorf Urif
  • Aufgrund von Informationen, die bei dem Verhör eines Hamas Aktivisten aufgedeckt wurden, entdeckten die Sicherheitsdienste der Palästinensischen Autonomiebehörde am 23. September ein Waffenversteck des militärischen Flügels der Hamas im Dorf Urif (südlich von Nablus). Der Eingang zu diesem unterirdischen Versteck befand sich in einem Restaurant an der Hauptstraße des Dorfes. Das Versteck ist an das Stromnetz angeschlossen, ist mit einem Kühlschrank ausgestattet, verfügt über fließendes Wasser, Funkgeräte und eine Satellitenschüssel. In diesem Versteck wurde Hunderttausende von Dollars entdeckt, Hamasfahnen, Munition, Videofilme, Uniformen des militärischen Flügels des Hamas u. v. m. (Maan Nachrichtenagentur, 23. September 2012).
  • Die Hamas verurteilte diese "Hirngespinste, die Kader der Palästinensischen Autonomiebehörde verbreiten", die ihrer Ansicht nach die Verhaftungswelle rechtfertigen sollen, die gerade gegen die Hamas in Gang gesetzt wird (PalToday, 23. September 2012).

Das im Dorf Urif entdeckte Versteck der Hamas (Maan Nachrichtenagentur, 23. September 2012)
Das im Dorf Urif entdeckte Versteck der Hamas (Maan Nachrichtenagentur, 23. September 2012)

Militärparade des militärischen Flügels des Palästinensischen Islamischen Jihads
  • Die Jerusalem Brigaden, der militärische Flügel des Palästinensischen Islamischen Jihads organisierte zum 31. Gründungstag der Organisation und zum 17. Todestag ihres Generalsekretärs Fathi Shkaki am 22. September in Sadjahiye, einem östlichen Stadtteil von Gaza, eine Militärparade. Für den 4. Oktober plant die Organisation in der Stadtmitte von Gaza City eine weitere, größere Kundgebung, zum Gedenken an beide Ereignisse (Webseite der Jerusalem Brigaden, 23. September 2012)
Rückgang der Schmuggeltätigkeit in den Gazastreifen
  • Aufgrund des Einsatzes ägyptischer Sicherheitskräfte an der Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen und insbesondere seit der Schließung der Schmuggeltunnels ist laut Angaben des nationalen Wirtschaftsministeriums der de facto Hamas Regierung, seit dem Anschlag auf Kerem Shalom ein 45 %iger Rückgang der Schmuggeltätigkeit in den Gazastreifen zu verzeichnen. Besonders auffällig ist der 31%ige Rückgang der geschmuggelten Grundnahrungsmittel (Reis und Zucker). Gleichzeitig haben seinen Worten nach die Warenlieferungen, die über den Kerem Shalom Übergang in den Gazastreifen transportiert werden, um 22% zugenommen. Das Ministerium wies jedoch darauf hin, dassder Kerem ShalomÜbergang aufgrund seiner geringen Abfertigungskapazität nicht in der Lage ist, der Nachfrage nach Warenlieferungen in den Gazastreifen nachzukommen (Maan Nachrichtenagentur, 21. September 2012).
Palästinensisches Vorgehen bei den Vereinten Nationen
  • Im Vorfeld der UN Vollversammlung intensiviert die Führung der Palästinensischen Autonomiebehörde unter der Leitung von Mahmoud Abbas ihre Anstrengungen, auf muslimisch-arabischer und internationaler Ebene Unterstützunng für das palästinensische Vorgehen zu sichern. Zu diesem Zweck fuhr Mahmoud Abbas zu einem Staatsbesuch in die Türkei, bei dem er Gespräche mit Ministerpräsident Erdogan führte. Parallel dazu fuhr eine Delegation der PLO nach Saudi Arabien (Maan Nachrichtenagentur, 20. September 2012). Am 27. September soll Mahmoud Abbas vor der Vollversammlung eine Rede halten, in der er die Anerkennung Palästinas als Mitgliedsstaat beantragen wird.
  • Auf seiner Facebookseite schrieb Mahmoud Abbas, er sei entschlossen, den palästinensischen Plan vor der UN Vollversammlung durchzuführen, obwohl starker Druck auf ihn ausgeübt wird, davon abzusehen. Er führte aus, dass er bei seiner Rede vor der UN Vollvesammlung der gesamten Welt " das Leid des palästinensischen Volkes und die Verstöße Israels gegen die Palästinenser aufzeigen wird" (Maan Nachrichtenagentur, 20. September 2012).
Die Protestdemonstrationen gegen den Film "die Unschuld der Muslime" dauern an[2]
  • Die weltweiten Protestdemonstrationen gegen den in den USA veröffentlichten Film "die Unschuld der Muslime" dauern an. Im Nahen Osten organisierte in dieser Woche die Hisbollah im gesamten Libanon Protestveranstaltungen, an denen auch Amalgruppen teilnahmen.
Libanon
  • Im Libanon, insbesondere in von Shiiten bevölkerten Landesteilen, fanden Protestkundgebungen und Demonstrationen statt. Während der Proteste verbrannten die Demonstranten amerikanische und israelische Fahnen und riefen Slogans gegen beide Staaten. Eine Übersicht über die Ereignisse:
  • Bekaa Ebene – Die Hisbollah organisierte am 22. September in der Stadt Baalbek nach dem Freitagsgebet in den Moscheen eine Protestdemonstration mit massiver Beteiligung, an der auch führende Hisbollahkader teilnahmen. Die Demonstranten riefen Slogans gegen die Vereinigten Staaten und Israel, wie z. B. "Tod den USA, Tod für Israel" (AlAntakad, Libanon, 22. September 2012). In der Stadt Al Harmal hielt die Hisbollah mit der Amal Bewegung am 23. September eine gemeinsame Massendemonstration, unter Teilnahme politischer und religiöser Persönlichkeiten. Bei der Demonstration wurden Slogans gegen die Vereinigten Staaten gerufen, wie z. B. "Tod den USA", "die Vereinigten Staaten sind der große Satan" (Alantakad Libanon, 23. September 2012).

Propagandaveranstaltungen
Links: Bei einer Protestkundgebung in Al Aqar im Nordlibanon werden amerikanische und israelische Fahnen verbrannt (AlAntakad, Libanon, 23. September 2012)  

Rechts: Protestdemonstration in Baalbek (AlAntakad, 21. September 2012)
  • In der Stadt Zur fand unter Teilnahme hochrangiger Hisbollah und Amal Kader eine große Protestdemonstration statt(Sut Alfrach Nachrichtenagentur Libanon, 19. September 2012). Nabil Kaouk, ein hochrangiger Hisbollahvertreter erklärte, die Amerikaner "machten sich einer verabscheuungswürdigen Tat schuldig". Er wandte sich direkt an Amerika und erklärte: " wir warnen Euch vor den Widerstandspolen und sagen Euch: nehmt alles zurück, bevor bei Euch etwas passiert" (AlAntakad Libanon, 19. September 2012).
  • Ortschaften an der israelischen Grenze– Hisbollah und Amal organisierten am 22. September in der Stadt Bint Jbeil eine Protestdemonstration, unter Beteiligung von Vertretern der Hisbollah und Amal und christlichen Religionsvertretern. Die Demonstranten trugen libanesische Fahnen, Fahnen der Hisbollah und riefen Slogans gegen die Vereinigten Staaten (Webseite Bint Libanon, 22. September 2012). Im Dorf Cila fand das Freitagsgebet in der Nähe des "Fatma Tores" statt. Nach dem Gebet riefen Gläubigen Slogans gegen Israel und die Vereinigten Staaten (AlAntakad Libanon, 21. September 2012).
  • In Nabatiah wurde die Snackbarvon 'Kentucky Fried Chicken' beschossen, da sie mit den USA identifiziert wurde. Es entstand erheblicher Sachschaden, Menschen wurde jedoch nicht verletzt. Die libanesische Armee griff sofort ein und begann eine genaue Untersuchung des Zwischenfalls (Zur Alfrach Libanon, 19. September 2012).

Bewohner des Dorfes Cila halten das Freitagsgebt vor dem Fatma Tor
Bewohner des Dorfes Cila halten das Freitagsgebt vor dem Fatma Tor (AlAntaqad Libanon, 21. September 2012)

Der Gazastreifen

Die Izz al-Din al-Qassam Brigaden, der militärische Flügel der Hamas hielt am 17. September in Jebalya im Gazastreifen eine nächtliche Protestdemonstration, bei der die Teilnehmer Poster zu Ehren des Propheten Mohammeds trugen und Poster, die den Film gegen den Propheten verurteilten. Zum Abschluss der Protestdemonstration hielt Mashir AlMizri, hochrangiger Kader der Bewegung im nördlichen Gazastreifen, eine Ansprache, bei der er den Film verurteilte und zur Fortsetzung des "Widerstandes gegen die Besatzung" aufrief. Bei der Kundgebung waren auch hochrangige Vertreter der Da'awa Hilfsfonds der Hamas aus dem nördlichen Gazastreifen zu sehen, unter der Leitung von Dr. Mahmoud Shahab, – auf dem Foto mit einem Kalaschnikow Maschinengewehr bewaffnet zu sehen (Hamas Forum, 19. September 2012).

Rechts: Nächtliche Demonstration der Izz ad-Din al-Qassam Brigaden in Jebalya Links:  Dr. Mahmoud Shahab mit einem Kalaschnikowgewehr (Palestine Online, 19. September 2012)
Rechts: Nächtliche Demonstration der Izz ad-Din al-Qassam Brigadenin Jebalya Links:  Dr. Mahmoud Shahab mit einem Kalaschnikowgewehr (Palestine Online, 19. September 2012)

Judäa, Samarien und Jerusalem
  • In Judäa und Samarien und in Ostjerusalem fanden nach dem Freitagsgebet mehrere Protestdemonstrationen statt.
Das Schiff Astal soll in Kürze Richtung Gazastreifen in See stechen
  • Das im Juni von Schweden aus zum Gazastreifen abgefahrene Schiff Astal, soll am 1. Oktober vom Hafen von Neapel aus in Richtung Gazastreifen in See stechen. Das Schiff legte seit seiner Abfahrt aus dem Heimathafen in mehreren europäischen Häfen an. Es transportiert wahrscheinlich Hilfsgüter für das Projekt "die Arche von Gaza" [3]. Das Projekt wird von antiisraelischen schwedischen Aktivisten, unter der Leitung von Dror Feiler getragen, der auch an der "Mavo Marmara Flotilla" teilgenommen hatte.

[1] Stand 24. September 2012

[2] Fortsetzung des Berichts in dem Update vom 12.-19. September 2012

[3] Eine Initiative kanadischer Aktivisten, die mit Hilfe europäischer Aktivisten im Gazastreifen ein Schiff bauen wollen, um es dann mit einer Ladung palästinensischer Exportprodukte aus den Gewässern von Gaza zu leiten.