In Groß-Britannien agieren mehrere dem Iran angeschlossene Organisationen, deren Aufgabe es ist, die Islamische Revolution zu exportieren.

Veröffentlicht am: 19/06/2012 Art: Artikel

Sheikh Shabbir Hassanally, die bekannteste Figur des englischen Zweiges der iranischen iinternationalen AhlulBayt Versammlung, einer dem Iran angeschlossenen Organisation, spricht im Februar 2011 vor einer Konferenz in Londan, zum Anlass des Jahrestages der islamischen Revolution.
Sheikh Shabbir Hassanally, die bekannteste Figur des englischen Zweiges der iranischen iinternationalen AhlulBayt Versammlung, einer dem Iran angeschlossenen Organisation, spricht im Februar 2011 vor einer Konferenz in Londan, zum Anlass des Jahrestages der islamischen Revolution. Er drückte seine Hoffnung aus, der "Krebstumor" (sprich: Israel) der Palästina besetzt,könne bald entfernt werden. Links: Die iranische Fahne (YouTube)

Übersicht

Groß-Britannien als Exporteur der Islamischen Revolution des Iran

1.     DieAbsicht, die Islamische Revolution in die gesamte muslimische Nation und darüber hinaus, in die gesamte Menschheit zu tragen, bildet einen integralen Bestandteil der Ideologie von Ayatollah Khomeini, dem Urheber der Islamischen Revolution im Iran. Sein Erbe und Nachfolger, Ali Khamenei, verfolgt dasselbe Ziel, die Islamische Revolution in den gesamten Nahen Osten und darüberhinaus in die ganze Welt zu tragen. Unter iranischer Führung werden sie dann gemeinsam darauf hinarbeiten, das von ihnen als Ursprung alles Bösen Angesehene zu zerstören: die Großmächte, die ihrer Anschauung nach, die Welt korrumpieren, insbesondere die USA ("der große Satan" ) und ihr Verbündeter Israel ("der kleine Satan").

2.     Im Rahmen seiner Politik, die Revolution 'in die Welt zu tragen', was auch für die arabischen Staaten gilt, verbreitet der Iran den radikalen shiitischen Islam und den Hass gegen die USA und seine Verbündeten, das jüdische Volk im Allgemeinen und Israel im Besonderen. Diesem Zweck widmet der Iran umfassende Ressourcen. Viele Behörden innerhalb des iranischen Regimes, u. a. die Quds Brigaden, sind darauf ausgerichtet. In der Weltanschauung des Iran gehören diese Aktivitäten zu den Anstrengungen, seine strategischen Interessen zu fördern, insbesondere seine Absicht, eine regionale Hegemonie zu erzielen und in der ganzen Welt einen globalen Kampf gegen den Westen und Israel zu führen.

3.     Unserer Einschätzung herrschen in Groß-Britannien eine Reihe von Bedingungen, die den Iran dazu führen, dieses Land als wichtiges Sprungbrett zum Export seiner Revolution in die westliche Welt anzusehen. Groß-Britannien ist einer der bedeutendsten Verbündeten der USA, – es herrschen günstige Bedingungen für einen den Kampf um die Herzen und Hirne der dort ansässigen Bevölkerung: es gibt in Groß-Britannien eine große muslimische Gemeinschaft mit einer bedeutenden Medienpräsenz; die britischen Einrichtungen stehen einer solchen Aktivität sehr tolerant gegenüber. Darüber hinaus ist Teheran Groß-Britannien gegenüber sehr feindlich eingestellt und die Anwesenehit vieler antiisraelischer Organisationen und Netzwerke in Groß-Britannien haben dieses Land zu einem sehr bedeutenden internationalen Zentrum für die Deligitimeirungskampagne gegen Israel werden lassen.

4.     In Groß-Britannien gibt es mindestens vier Organisatinen/Einrichtungen, die die schiitische Richtung des Islam, die Ideologie der iranischen islamischen Revolution und die politische Agenda des Iran verbreiten. Zwei dieser Organisationen sind eigentlich britische "Ableger" des iranischem Regimes, bei den beiden anderen handelt es sich um lokale britische Organisationen, die dem Iran angeschlossen sind. Die ersten beiden Organisationen werden von hochrangigen iranischen Kleriker geleitet, Vertreter des Obersten Führers Ali Khamenei. An der Spitze einer der lokalen Zweigstellen steht ein Mann iranischer Abstammung, der im Westen niedergelassen ist, die andere Organisation wird von einem pakistanischen Schiiten geleitet. Die Organisationen treten als unabhängige Einrichtungen auf, wie bei einer genaueren Betrachtung ihrer ideologischen, politischen und religiösen Einstellungen und einer Prüfung ihrer Aktivitäter hervortritt, agieren sie jedoch als Vertreter für das iranische Regime. Unserer Einschätzung nach werden sie von Teheran gelenkt, um die Interessen des Iran in GroßBritannien und in der westlichen Welt im Allgemeinen zu fördern und die Revolution zu exportieren.

5.     Im Folgenden eine kurze Bechreibungen dieser in Groß-Britannien aktiven Organisationen und Einrichtungen, die enge Kontake mit dem iranischen Regime unterhalten. Für ausführlichere Angaben siehe Anhänge:

a.  Die World AhlulBayt Islamic Mission (AIM) in Groß-Britannien ist eine iranische Organisation, verantwortlich für die Verbreitung des schiitischen Islam und der Ideologie von Ayatollah Khomeini in Dutzende von Ländern der ganzen Welt. Die Organisation steht unter der Leitung von Hojjat al-Islam Muhammad Hassan Akhtari, einem Kleriker und Mitbegründer der Hisbollah. Ihre Aktivitäten werden direkt vom Amt des Obersten Führers Khameinei aus geleitet. Die herausragende Persönlichkeit im britischen AIM ist Shkeikh Shabbir Hassanally, der um Unterstützung für die Ideen der islamischen Revolution wirbt und den Hass Israels und des Westens verbreitet. Der britische AIM ist Teil der Kampagne zur Delegitimierung Israels und steht in enger Zusammenarbeit mit linksextremen britischen Aktivisten und Gruppen, sowie mit Gruppen und Netzwerken, die der muslischen Bruderschaft angeschlossen sind.

AIM

b.   The Islamic Centre of England (ICEL) ist eine 1996 von Ayatollah Mohsen Araki gegründete, dem Iran angeschlossene Organisation. Ayatollah Mohsen Araki war zu der Zeit der Vertreter von Kahmenei in Groß-Britannien. An der Spitze des Zentrums steht jetzt Ayatollah Abd al-Hassan Moezi, der als Khameneis Vertreter gilt. Die Organisation verbreitet die Ideologie der iranischen islamischen Revolution and fördert Teherans politische Agenda. Das Islamic Centre of England nimmt auch an der Delegitimierungskampagne gegen Israel teil und auch an Iran-orientierten Veranstaltungen zum Jerusalem Tag.

The Islamic Centre of England (ICEL)

c.   Islamic Human Rights Commission(IHRC) wurde 1997 in London gegründet. Das klar umrissene Ziel dieser Organisation besteht darin, die Menschenrechte der in Groß-Britannien lebenden Muslime zu wahren und zu verteidigen. Tatsächlich jedoch beteiligt sich diese Organisation aktiv an der Kampagne Israel zu delegitimieren. Sie organisiert in London Veranstaltungen zu Jerusalem Tag und nimmt an der antitisraelischen BDS Kampagne teil. An der Spitze des IHRC steht Massoud Shadjareh, ein Menschenrechtsaktivist iranischer Abstammung, der dem iranischen Regime nahesteht und seine Tätigkeit von der Berkeley Universität in Kalifornien nach London verlegte.

c.	Islamic Human Rights Commission (IHRC)

d. Innovative minds (Inminds) ist eine seit 2001 in Groß-Britannien aktive, dem Iran nahestehende Organisationmit eingen Kontakten zur IHRC. An der Spitze dieser Organisation steht Abbas Panjwani ein in Groß-Britannien niedergelassener Shiite aus Pakistan. Die Organisation konzentriert sich auf BDS Aktivitäten, im Rahmen der allgemeinen Kampagne zu Delegitimierung Israels und nimmt aktiv an Veranstaltungen zum Jerusalem Tag teil. Um ihren Boykott Israels zu untermauern, stützt sich die Organisation auf Fatwas von shiitischen Klerikern.

Innovative minds (Inminds)

6.      Über die oben genannten in London ansässigen Organisationen hinaus ist auch Press TV, der iranische Fernsehsender in englischer Sprache, in Groß-Britannien vertreten. Der Fernsehsender begann 2006 seine Arbeit in Londen und beschäftigt heute mindestens 10 Angestellte. Seine Sendungen reflektieren die politische und propagandistische Ausrichtung des iranischen Regimes – dazu gehört auch die Leugnung des Holocaust. In einem 2009 gewährten Interview erklärte ein hochrangiges Mitglied des Mitarbeiterteams, Roshwan Muhammed Salih, der Sender wolle ein Forum für "legitime" Akteure darstellen, – für diejenigen, die in den westlichen Medien nicht zu Wort kommen, wie z. B. die Hamas, Hisbollah und die Kräfte, die sich der Besetzung des Iraks und Afghanistans widersetzen (Hurryupharry Webseite). Der Sender bietet auch britischen Antiisrael Aktivisten eine Plattform, zu denen auch die extremen Linken gehören, die an der Delegitimierungskampagne gegen Israel[1] teilnehmen. Nachdem Press TV 2010 gegen das britische Rundfunkrecht verstoßen hatte, wurde ihm vom British Office of Communications (OFCOM) seine Lizenz entzogen. Dennoch setzt Press TV seine Arbeit fort, wenn auch auch in eingeschränktem Umfang[2].

7.      Zusammenfassung: das iranische Regime betreibt in London eine Reihe von Organisationen und Aktivisten, deren Aufgabe es ist, die Islamische Revolution zu exportieren. Ihre Aktivitäten umfassen antiwestliche, antiisraeliche Aufwiegelung und Propaganda, die Konversion sunnischer Mulime zum Shi'a Islam, die Förderung iranisch inspirierter antiisraelischer Veranstaltungen (Jerusalem Tag) und die Teilnahme an Aktivitäten von Organisationen, die sich für die Delegitimierung Israels einsetzen (BDS, GM2J Märsche aus anliegenden Staaten auf Israels Grenzen). Die Aktivitäten der irannahen Organisationen in Groß-Britannien fördern die Radikalisierung der lokalen muslimischen Bevölkerung, die ohnehin den Aktivitäten und der Einwirkung der Muslimischen Bruderschaft ausgesetzt ist. Bisher ist das pro-iranische menschliche Element in Groß-Britannien noch nicht zu Terror Zwecken ausgenützt worden, obwohl die Erfahrungen der Vergangenheit in anderen Ländern kalr gezeigt hat, dass dies nur eine Frage der Zeit ist.

 

8. Die vollständige Übersetzung in die deutsche Sprache wird in Kürze auf die Webseite hochgeladen.

 

[1] Zu den Aktivisten gehört George Galloway, ein antiisraelischer britischer Parlamentsabgeordneter und Leiter von Viva Palestina, einer Organisation, die sich darauf spezialisiert, Konvois in den Gazastreifen zu entsenden. Galloway hatte als Gastgeber bei Press TV seine eigene TV Show, zur Förderung der Propaganda für den Welt Marsch nach Jerusalem am 30. März 2012.

2 Sky TV Satelliten stellten die Ausstrahlung der Press TV Programme ein; das Fensehteam der britischen Filiale setzt die Programmproduktion fort. 

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